Länderspiel fordert die VfL-Fußballer

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Am 14. April steigt das U17-Länderspiel Deutschland gegen Österreich. Die Vorfreude bei der VfL-Vorsitzenden Annemarie Deschler und beim Abteilungsleiter Marcus Dickow ist schon groß. Sie rechnen mit 4000 bis 5000 Zuschauern.

Waldkraiburg - Groß war die Freude bei den VfL-Fußballern, als sie die Zusage vom DFB bekamen. Sie dürfen das Länderspiel der U17-Nationalmannschaft gegen Österreich ausrichten.

Die Spuren der Eisstock-WM sind noch gar nicht alle beseitigt, da kündigt sich bereits das nächste Großereignis an. Dieses Mal ist es die VfL-Fußballabteilung, die ein sportliches Schmankerl zu bieten hat: Am Samstag, 14. April, findet um 15 Uhr im Jahnstadion ein Länderspiel der U17-Mannschaften zwischen Deutschland und Österreich statt. Die Nachwuchs-Fußballer (Jahrgang 1995 und jünger) bereiten sich bei einem Lehrgang vom 10. bis 18. April intensiv auf die Europameisterschaft vor, die ab 28. April in Slowenien stattfindet.

Vor rund vier Wochen haben die VfL-Verantwortlichen "grünes Licht" vom Deutschen Fußball-Verband bekommen. Seither laufen die Planungen für das Länderspiel auf Hochtouren. Denn die Vorgaben des DFB sind zum einen sehr klar und zum anderen sehr umfangreich.

Karten für das Länderspiel...

...gibt es bereits bei der Sparkasse, bei Sport Schäftlmaier und beim Handyland.

"Die Preise liegen zwischen ein und fünf Euro, so dass sich auch Jugendspieler den Eintritt leisten können", freut sich Annemarie Deschler.

Der Bundesligaschiedsrichter Dr. Felix Brych war es, der den Kontakt zum VfL Waldkraiburg hergestellt hatte. Er ist zugleich Leiter der Hauptabteilung Sport im Bayerischen Fußball Verband und war auf der Suche nach einem Spielort, der nahe an Österreich liegt. So wurde er auf Waldkraiburg aufmerksam. Zusammen mit Horst Winkler, ebenfalls vom BFV, und dem DFB-Teammanager Jan Fritsche trafen sich VfL-Abteilungsleiter Marcus Dickow, die VfL-Vorsitzende Annemarie Deschler und Norbert Weigel, der Leiter der Stadtwerke im Jahnstadion zu einem Ortstermin. Was die Verbandsverantwortlichen sahen überzeugte sie und einige Tage später hatte der VfL die Zusage für das Länderspiel. Gleichzeitig hatte er eine Liste an Vorgaben, die bis zum 14. April umgesetzt werden müssen. So wird beispielsweise auf der Gegengerade eine zusätzliche Tribüne aufgebaut und hinter den Toren weitere Stehplätze ausgewiesen.

5000 Zuschauer werden erwartet

"Insgesamt müssen wir Platz für 5000 Zuschauer bieten", so Marcus Dickow. Natürlich müssen ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden sein sowie eine geeignete Gastronomie mit 300 VIP-Plätzen. Organisiert werden müssen aber beispielsweise auch Auswechselbänke, die Platz für 18 Personen bieten oder 40 Kilogramm Eis, damit die Spieler nach dem Spiel ein Eisbad nehmen können.

Selbstverständlich ist, dass Polizei und Rettungsdienste informiert sind und parat stehen. Darüber hinaus schreibt der DFB aber auch bis zu 40 Ordner vor. Dazu kommen Nachwuchsspieler, die als Balljungen fungieren, die Fahnen der beiden Länder ins Stadion tragen müssen, die sogenannten Einlaufkinder und ähnliche Aufgaben. "Da ist es gut, dass wir mit unseren 14 Jugendmannschaften gut aufgestellt sind", freut sich Marcus Dickow.

Dabei fließen die Einnahmen aus dem Kartenverkauf zu 100 Prozent in die Tasche des DFB. "Wir können dafür über das Catering etwas verdienen", sagt Marcus Dickow und betont zugleich, dass dieses Geld den VfL-Fußballern zugute kommt.

Der normale Spielbetrieb ist an diesem Wochenende beeinträchtigt und das Spiel der ersten Mannschaft musste vom Samstag auf den Sonntag verlegt werden. Doch "wir sind alle wahnsinnig stolz und jeder hilft mit Begeisterung mit", so der VfL-Abteilungsleiter, der sich schon jetzt auf ein hochkarätiges Fußballspiel freut. Er rechnet auch damit, dass viele Gäste aus Österreich nach Waldkraiburg kommen werden. Zum anderen werden auch Scouts aus ganz Europa am Spielfeldrand stehen und sich eifrig Notizen machen. "Diese Jungs stehen am Beginn einer professionellen Fußballkarriere." Am Tag vor der Begegnung wird dann eine Agentur nach Waldkraiburg kommen, die das gesamte Umfeld im Sinne des DFB umgestaltet. Bis dahin ist der Rasen im Jahnstadion dann auch auf zwölf Millimeter getrimmt. Diese Länge ist nämlich auch vom DFB vorgeschrieben.

hsc/Waldkraiburger Nachrichten

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