Krippe soll im September fertig sein

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Waldkraiburg - 950.000 Euro kosten Neubau und Ausstattung einer zweigruppigen Kinderkrippe in der Birkenstraße nach Schätzungen der Stadt. Schon im September soll die Krippe fertig sein.

Der Krippenneubau wird an den bereits bestehenden dreigruppigen Kindergarten St. Franziskus angebaut. Der Standort an der Birkenstraße, der in der Nähe eines neuen Baugebietes liegt, empfiehlt sich, weil dann im Sinne einer flächendeckenden Versorgung auch im westlichen Teil Waldkraiburgs Krippenplätze zur Verfügung stehen.

Wie Bürgermeister Siegfried Klika im Hauptausschuss sagte, übernimmt die Betriebsträgerschaft die katholische Kirche. Mit der Kirchenverwaltung Christkönig habe die Stadt bereits Einigung erzielt. Die Kosten für Anbau und Ausstattung trägt die Stadt, die mit hohen staatlichen Zuschüssen rechnet. Der Neubau steht auf einem kirchlichen Grundstück, auf dem ursprünglich ein Pfarrzentrum entstehen sollte. Die für die Krippe notwendige Teilfläche wird der Stadt im Wege des Erbbaurechts von der Kirchenstiftung Christkönig überlassen. Eine zwischenzeitlich vom erzbischöflichen Ordinariat geforderte Übernahme der ganzen Kinderbetreuungseinrichtung in Erbpacht hat die Stadt laut Klika abgelehnt.

Architekt Johannes Kessner stellte die Entwurfsplanung für das 400 Quadratmeter große Gebäude vor. Für die beiden Krippengruppen mit je zwölf Kindern stehen zwei Gruppenräume und zwei Ruheräume zur Verfügung, dazu kommen Sanitär- und Wickelstation, Aufwärmküche und weitere Funktionsräume, die zum Teil auch vom Kindergarten genutzt werden können. Synergieeffekte sieht er auch bei der Erweiterung der Heizung. Mit dem Neubau wird zudem ein zentraler Zugang für beide Gebäude geschaffen. Auch einen Kinderwagen-Abstellraum gibt es. Die Gestaltung des Neubaus lehne sich an den Bestand mit Giebelmauern und Satteldach an.

Kessner sprach von einer sehr kostengünstigen Realisierung. Die Zahl der Parkplätze erfülle zwar die Vorgaben der städtischen Stellplatzverordnung, sei aber sehr knapp bemessen. Bei 100 Kindern und 14 Betreuerinnen stehen nur neun Parkplätze zur Verfügung.

Die Kosten für Ausstattung und Neubau betragen nach vorläufigen Schätzungen rund 950.000 Euro. Wie Reinhard Schmid, der Leiter des Sozialamtes, mitteilte, rechnet die Kämmerei mit einem Zuschuss von mindestens 600.000 Euro. Das Projekt ist im Sonderinvestitonsprogramm Kinderbetreuung. Der Zuwendungsbescheid wird im Februar erwartet.

Bürgermeister Klika lobte den raschen Fortgang der Planung, die eng mit Kirche, Landratsamt und Regierung von Oberbayern abgestimmt war. Planungsbeginn war Mitte Dezember, nur sechs Wochen später kann es in die Ausschreibung gehen.

hg/Waldkraiburger Nachrichten

Rubriklistenbild: © pa

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