Klimawandel klopft an

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Ziegen sind wichtige Landschaftspfleger der Grube. Rechts ein Beleg für die Erderwärmung: die "blutrote Feuerlibelle".

Waldkraiburg/Heldenstein - Eine interessante Entdeckung hat die Ortsgruppe Waldkraiburg des Bund Naturschutz in der Kiesgrube bei Heldenstein gemacht: neue Libellenarten.

Laut Dr. Andreas Zahn beweisen sie, dass der Klimawandel nun auch im Landkreis anklopft.

Die Ortsgruppe Waldkraiburg hat zur Zeit ein neues Projekt in Arbeit. Bei der Betreuung der Bund-Naturschutz-Kiesgrube in Heldenstein konnten Experten mehrere seltene Libellenarten nachweisen, wie Dr. Andreas Zahn, zweiter Vorsitzender der Kreisgruppe Mühldorf, erzählt.

Die "Torf-Mosaikjungfer", der "Südliche Blaupfeil" und die auffallend rot gefärbte "Feuerlibelle" wurden in der Grube entdeckt. Vor allem die "Feuerlibelle" sei ein Beweis dafür, dass der Klimawandel auch vor dem Landkreis Mühldorf nicht Halt mache, berichtet Zahn. "Die Feuerlibelle ist eigentlich eine südliche Art, die ihr Verbreitungsgebiet seit einigen Jahren nach Norden ausgeweitet hat."

Grund dafür sei womöglich auch die Kiesgrube an sich, denn diese wird von Weidetieren wie Rindern, Ziegen und Pferden gepflegt. "Besonders die Ziegen drängen die Gehölze zurück, so dass die Grube als besonnter Lebensraum für Libellen, aber auch Rebhühner, Zauneidechsen, Gelbbauchunken und viele weitere Tierarten erhalten bleibt", erklärt der Vorsitzende. Die Kiesgrube zählt zu den wichtigsten Lebensräumen der Amphibien im Landkreis Mühldorf. Der Bund Naturschutz in Bayern ist die älteste und größte Umweltschutzorganisation in Bayern. Das Team in Waldkraiburg existiert seit 1986. Die Ortsgruppe hat mittlerweile über 210 Mitglieder. Dennoch ist der Kreis der Aktiven noch recht klein, um die vielfältigen Arbeiten zu erledigen.

tof/Waldkraiburger Nachrichten

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