Traktor-Unfall: Ein Augenzeuge berichtet

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Jettenbach - Nach dem schweren Traktor-Unfall mit 14 Verletzten berichtet im Video ein Augenzeuge von dem Unglück. "Alle Opfer haben geblutet, die Verletzungen sahen schlimm aus."

Freitagabend, etwa 20.10 Uhr in Jettenbach. Ein Traktor fährt die Birkenstraße entlang, sein Ziel: Das Public Viewing der Fußball-EM in der Mehrzweckhalle. Auf dem Hänger eine selbstgebaute Holzkonstruktion, die 14 Menschen trägt. Allesamt Besucher eines Junggesellenabschieds. Beim Linkseinbiegen in die Eichenstraße kippt die Holzkonstruktion mitsamt der Besatzung um. Alle 14 fallen auf die Straße und erleiden Verletzungen, drei von ihnen verletzen sich schwer. In Lebensgefahr schwebt glücklicherweise keiner von ihnen.

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Die Polizei in Waldkraiburg vermutet, dass der Traktor zu schnell unterwegs gewesen ist. Der Hänger sei gekippt, weil in der Kurve alle Personen in eine Richtung geworfen worden waren. Durch dieses Ungleichgewicht sei es wohl zu dem tragischen Vorfall gekommen. Der Fahrer, ein 65-jähriger Mann, hat den Unfall übrigens unbeschadet überstanden, stand aber natürlich unter Schock. Zur Rettung der verletzten Personen rückte ein Großaufgebot an Polizei, Rettungsärzten und Feuerwehr an: Zehn Einsatzwägen der Polizei, drei Notarztfahrzeuge und vier Rettungshubschrauben waren notwendig, um dem Vorfall Herr zu werden. Laut Polizei wird jetzt ein Gutachten erstellt, das klären soll, wie genau es zu dem Unfall in Jettenbach kommen konnte.

Bilder vom Unfallort

Traktoranhänger kippt um: EM-Fans verletzt

Feuerwehrkommandant bedankt sich bei den Anwohnern!

Der Kommandant der Jettenbacher Feuerwehr wollte zu dem Vorfall selbst keine Stellung abgeben. Zu nachdrücklich sind ihm die Bilder vom Abend zuvor noch im Kopf. Er war der Fahrer des zweiten Wagens hinter dem Unglücks-Traktor. "Es ist auch für uns von der Feuerwehr besonders schlimm, weil wir jeden der Verletzten persönlich kennen." Sein besonderer Dank gilt den Anwohnern: "Viele Leute sind direkt nach dem Unfall aus ihren Häsern gekommen und haben erste Hilfe geleistet. Ich möchte mich bei allen Helfern bedanken!"

Kreisbrandrat Anton Bruckeder: "Panik gab es nicht."

Als der zweite Rettungshubschrauber landete kam Kreisbrandrat Anton Bruckeder an den Unfallort. "Da waren die Schwerverletzten schon versorgt und auf dem Weg ins Krankenhaus. Ich habe dann bei der Versorgung der Verletzten geholfen. Die Atmosphäre an der Unglücksstelle war ruhig. Der Einsatz wurde von den Rettungskräften gut organisiert. Alle Menschen konnten schnell versorgt werden. Panik gab es nicht", schildert Bruckeder seine Eindrücke.

Das Public Viewing der SpVgg Jettenbach am Freitagabend wurde abgesagt. Diejenigen, die dort anwesend waren, eilten laut Informationen vor Ort zur Unfallstelle, um zu helfen.

Video vom Unfallort

red Is24/dpa

Rubriklistenbild: © tj/fib/DG

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