Hochwasserschutz: Durchflüsse werden geräumt

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Mit den laufenden Instandsetzungsmaßnahmen wird das Durchflussprofil des Inn auf Höhe der Kraiburger Brücke wieder auf den alten Stand, vor dem Hochwasser von 2005, gebracht.

Kraiburg/Waldkraiburg - Neues vom Hochwasserschutz auf Höhe von Kraiburg und Waldkraiburg. Mit schweren Maschinen werden die Durchflüsse an der Innbrücke geräumt.

Und in den nächsten Jahren will das Wasserwirtschaftsamt Defizite abstellen, die das große Hochwasser im Jahr 2005 aufgedeckt hat.

Auf etwa 35.000 Euro kommen die Arbeiten der Flussmeisterei, die das Durchflussprofil an der Innbrücke wieder auf den alten Stand bringen. Die Maßnahmen, die nach jedem großen Hochwasserereignis notwendig sind, hatten Vertreter des Wasserwirtschaftsamts und anderer Behörden mit der Stadt Waldkraiburg, dem Markt Kraiburg sowie einigen Anliegern bei einem Ortstermin im Frühjahr besprochen. Durch die Instandhaltungsarbeiten kann das Wasser neben dem Flussbett unter den Brückenpfeilern abfließen. Von "Bypässen" sprach der amtierende Bürgermeister Dr. Herbert Heiml, der die laufende Maßnahme zum Anlass nahm, den Gemeinderat über weitere Planungen zu informieren. Den Umfang der Arbeiten sowie die Vorhaben des WWA bewertete Heiml als "sehr positiv".

Eine Anhebung der Innbrücke, die nach 2005 von mehreren Seiten gefordert worden war, kommt nicht in Frage. Schon im vergangenen Jahr hatten Wasserwirtschaftsamt und Straßenbauamt dies nach einer Machbarkeitsstudie in einer öffentlichen Versammlung deutlich gemacht. Eine teuere Brückenanhebung habe keine entscheidende Bedeutung für den Hochwasserschutz, so die Einschätzung der Experten.

Das Wasserwirtschaftsamt setzt auf Kraiburger Seite auf zwei andere Maßnahmen, um die Defizite, die das Hochwasser 2005 an der Hochwasserfreilegung der 90er-Jahre aufgedeckt hat, zu beheben. Wie Klaus Schmalzl, Projektleiter Hochwasserschutz für den Inn bei Kraiburg/Waldkraiburg, mitteilt, ist zum einen vorgesehen, den in den 90er-Jahren errichteten Querdeich in der Maximiliansau, beziehungsweise die Straße, die zu einigen Häusern führt, anzuheben. Zudem soll der Deich, der in die Damm-Mauer auf Kraiburger Seite übergeht, verlängert werden. Nach ersten groben Schätzungen kommen diese Maßnahmen auf eine halbe Million, etwa die Hälfte, so Schmalzl, müsste die Kommune tragen.

Um die Siedlung Niederndorf besser abzuschirmen, soll auf der anderen Seite des Inn die Straße südlich dieses Waldkraiburger Ortsteils angehoben, beziehungsweise in diesem Bereich ein Deich oder eine Spundwand eingezogen werden. Auch hier ist von Kosten in Höhe von 500.000 Euro die Rede, die die Komune ebenso zur Hälfte übernehmen müsste. Nicht eingerechnet sind in diese Summe allerdings Vorkehrungen, um die Häuser am Uferweg vor Hochwasser zu schützen.

Wie Schmalzl mitteilt, sollen die Maßnahmen auf beiden Seiten des Flusses in den nächsten zehn Jahren realisiert werden.

hg/Waldkraiburger Nachrichten

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