Grundschul-Eltern sauer

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In einer Unterschriftensammlung brachten die Eltern aus Niederndorf zum Ausdruck, dass ihre Kinder weiterhin in die Schule in Kraiburg gehen sollen.

Waldkraiburg/Kraiburg - Die Schulsprengeländerung sorgt für Unwillen bei den Grundschul-Eltern aus Niederndorf. Sie wünschen sich, dass ihre Kinder weiter in Kraiburg unterrichtet werden.

Die vorgesehene Schulsprengeländerung, nach der die schulpflichtigen Kinder aus Niederndorf zukünftig nicht mehr in die Grundschule in Kraiburg, sondern an die Beethoven-Schule in Waldkraiburg gehen sollen, passt den betroffenen Eltern nicht. Sie wünschen, dass ihre Kinder weiterhin in Kraiburg während der Grundschulzeit unterrichtet werden.

Elternbeiratsvorsitzende Elisabeth Mittermeier sowie ihr Stellvertreter Peter Müller, der als Niederndorfer Bürger von der Schulsprengeländerung selbst betroffen ist, haben innerhalb kurzer Zeit in Niederndorf 171 Unterschriften gesammelt und sind überzeugt: "Da könnten ohne weiteres noch mehr gesammelt werden." Etwas verstimmt sind sie darüber, dass es nicht möglich war, die Unterschriftensammlung "persönlich an Bürgermeister Siegfried Klika zu übergeben und darüber zu sprechen und auch nach zwei Wochen noch keine Antwort gekommen ist."

In der Unterschriftenliste heißt es wörtlich: "Wir wollen unsere Niederndorfer Kinder weiterhin in der Kraiburger Schule unterrichten lassen! Wir bitten um unbegrenzte Genehmigung der Gastschulanträge und eine Gewährleistung der Beförderung nach Kraiburg mit dem Schulbus!"

Zur Begründung werden vor allem die Beschulung in einer ländlich geprägten Schule sowie die engen sozialen Bindungen aufgeführt, "die fast ausschließlich zu Kraiburgern" bestünden. Der Kindergarten wird in Kraiburg besucht, die Zusammenarbeit der Schule mit den beiden Kindergärten zwischen Erzieherinnen und Lehrkräften sei sehr eng, die Erstkommunion wird gemeinsam gefeiert und Kinder ministrieren über Jahre hinweg in Kraiburg, "weil auch die kirchliche Orientierung sehr stark nach Kraiburg geht", wie es Mittermeier und Müller ausdrücken. Auch beim Feiern von weltlichen Festen würden sich die Bewohner aus Niederndorf mehr in Richtung Marktgemeinde wenden.

Auch das vom Kultusministerium als Grundprinzip genannte "kurze Beine - kurze Wege" werde bei einer Schulsprengeländerung nicht berücksichtigt. Zudem sind die Eltern mit der Vorgehensweise nicht einverstanden "und fühlen sich übergangen, denn eine Befragung der Betroffenen hat nie stattgefunden."

Kraiburgs Bürgermeister Michael Loher äußerte auf verschiedenen Veranstaltungen, dass die Marktgemeinde bei der Schulsprengeländerung keinen Einfluss hat. Es sei aber seine Absicht, "eine längere Zeitschiene zu erreichen" und für eine "längere Übergangsperiode von zweimal vier Jahren zu kämpfen."

ng/Waldkraiburger Nachrichten

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