Umzug Garant für Wachstum

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Ein Kalander vor der Wohnanlage gleichen Namens erinnert daran, dass an dieser Stelle einmal einer der größten und wichtigsten Betriebe der Stadt seine Produktion hatte.

Waldkraiburg - Unternehmen kommen und gehen, bauen aus und erweitern, doch der Umzug des Gummiwerks Kraiburg vor genau 20 Jahren bleibt etwas Besonderes.

Lesen Sie hier den Bericht der Waldkraibruger Nachrichten vom Samstag:

Größte Betriebsverlagerung der Stadtgeschichte

Dass Firmen wachsen und ihre Produktionsstätten erweitern, ist etwas Alltägliches. Was aber vor 20 Jahren in Waldkraiburg beim Umzug des Gummiwerks Kraiburg von statten ging, kann als Symbol für die zukunfts- und wachstumsorientierte Ausrichtung des Waldkraiburger Traditionsunternehmens gelten: Innerhalb von zweieinhalb Jahren zog ein gesamtes Unternehmen um. Die Produktion wurde endgültig verlegt und rund 250 Arbeitsplätze wechselten quasi während des laufenden Betriebs in die Teplitzer Straße. Mit diesem Umzug machte das Unternehmen den Weg für wichtige Maßnahmen im Rahmen der städtebaulichen Sanierung der Innenstadt frei.

Am Standort in der Graslitzer Straße war es seit der Gründung 1947 eng geworden. Die Mitarbeiterzahl stieg stetig und auch die Produktion platzte aus allen Nähten. Eine weitere Fertigungsanlage war bereits in Auftrag gegeben worden, doch es war offensichtlich, dass der Platz dafür nicht mehr reicht. Darüber hinaus war der Standort Innenstadt immer mehr zu einer logistischen Herausforderung geworden: Die wachsende Zahl an LKW, die für das Gummiwerk an- und auslieferten, brachte immer häufiger den innerstädtischen Verkehrsfluss fast zum Erliegen.

So fiel die Entscheidung für einen Neubau im neuen Industriegebiet von Waldkraiburg, der Möglichkeit für Expansionen bot. Innerhalb eines knappen Jahres entstanden in der Teplitzer Straße nahezu 10000 Quadratmeter Produktionshallen und Lager sowie ein neues Verwaltungsgebäude. Sukzessive wurden alle Maschinenstraßen umgezogen, ohne dabei die Produktion und damit Belieferung der Kunden abreißen zu lassen. Vertrieb und Verwaltung zogen an nur einem Wochenende im August 1989 um. Knapp zwei Monate später wurde das neue Werk eröffnet und das alte samt Betriebsgelände an die Stadt übergeben.

Fritz Schmidt senior, Gesellschafter und Geschäftsführer von 1966 bis 1999 resümiert über dieses Ereignis: "Wahrscheinlich war es der markanteste Schritt von der Gründerzeit in eine Phase geordneten Wachstums. Das neue Werk wurde zum Symbol für das "Neue KRAIBURG". Am alten Standort in der Graslitzer Straße befindet sich heute eine Wohnsiedlung, die zu Ehren des Unternehmens "Am Kalander" genannt wurde.

Das Gummiwerk ist ein Unternehmen der KRAIBURG Holding, beschäftigt derzeit etwa 400 Mitarbeiter und erzielte 2008 einen Umsatz von 84,7 Millionen. Rund 15000 Tonnen Kautschuk-Mischungen werden pro Jahr produziert und an Automobilzulieferer, Walzenfertigungen, Maschinenbauer und zahlreiche andere Gummiformteil-Hersteller geliefert.

re/Waldkraiburger Nachrichten

Zurück zur Übersicht: Region Waldkraiburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser