Genossenschaft zieht positive Bilanz

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Waldkraiburg - In ihrer Geschichte kann die Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft sogar zum Jubiläumsjahr der Stadt Erstaunliches beitragen: Vor 60 Jahren baute sie in Waldkraiburg die ersten 40 Reiheneigenheime.

Und diese Tradition, Wohnen als Gemeinschaft zu verstehen, der Gedanke des Füreinander und Miteinander, ist bis heute Leitmotiv der WSGW geblieben. Darauf verwiesen auf der 61. Mitgliederversammlung Aufsichtsratsvorsitzender Friedhelm Rießle und vor allem geschäftsführender Vorstand Werner Meisenecker in seiner Bilanz für das Jahr 2009.

Bei den Investitionen schlugen besonders die Modernisierungen in der Böhmerwald- und Franz-Schubert-Straße mit insgesamt rund 13 Millionen Euro zu Buche, wobei der Anstoß für die Schubert-Straße ein kaputtes Flachdach war, das die komplette Sanierung auslöste.

Bei den Grundstücksverkäufen gab es eine positive Bilanz, denn die Parzellen am Watzlik-Weg sind alle veräußert und die am Grünen Weg zu 82 Prozent. Dadurch ist das Anlagevermögen um 107.000 Euro gestiegen. 2009 sind zwar Jahresüberschuss und Bilanzgewinn um 17.000 Euro gesunken, das Eigenkapital jedoch erhöhte sich um 278.000 Euro auf rund 8,8 Millionen. Durch die umfassenden Modernisierungsmaßnahmen seien die Verbindlichkeiten gegenüber den Hausbanken und der Kreditanstalt für Wiederaufbau um fast zwei Millionen angewachsen. Demgegenüber wuchsen die Umsatzerlöse um 142.000 Euro auf insgesamt rund sieben Millionen.

Wegen der beiden Großprojekte Böhmerwald- und Schubert-Straße stellte man Einzelmodernisierungen etwas zurück. Dennoch blieben Zinsbelastungen von 840.000 Euro. Der positive Ausblick dabei ist die Tatsache, dass die sanierten Wohnprojekte mit den neu gestalteten Außenanlagen sehr gut vermietet sind, so zum Beispiel das Hochhaus Böhmerwaldstraße 4, das inzwischen zu einem stattlichen Wahrzeichen Waldkraiburgs geworden ist. Die Nummern 6, 8 und 10 mit 24 Wohnungen sollen bis April 2011 fertig gestellt sein.

Das momentan größte Projekt ist zur Zeit die Franz-Schubert-Straße mit 84 Wohnungen, dessen Endsanierung bis zum Jahr 2012 noch gute sechs Millionen verschlingen wird. Fliesen- und Malerarbeiten führen eigene Leute durch, die übrigen Handwerkerleistungen gehen zu gut 80 Prozent an Firmen in Waldkraiburg oder den Landkreis.

Der Dank Meiseneckers galt den Bewohnern, die trotz vielfältiger Einschränkungen während des Umbaus "vorbildlich mitgezogen haben". Als "Bonbon" hob er hervor, dass ab 2011 ein günstigerer Fernsehvertrag gelten werde und - für alle Genossenschaftsmitglieder erfreulich - aus dem Gewinn von 91.000 Euro eine Dividende von zwei Prozent ausgeschüttet wird.

Die Neuwahlen für die turnusmäßig ausscheidenden Vorstands- und Aufsichtratsmitglieder Klaus Leukert und Karl-Heinz Lasch brachten für beide eine einstimmige Bestätigung in ihrem Amt. Der Aufnahme von Rechtsanwalt Martin Gunne als weiteres Aufsichtsratsmitglied wurde ebenfalls einstimmig stattgegeben.

fis/Waldkraiburger Nachrichten

Rubriklistenbild: © pa

Zurück zur Übersicht: Region Waldkraiburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser