Die Gebühren steigen

  • schließen
  • Weitere
    schließen
OVB
+
Neue Grabart auf dem Waldfriedhof. So genannte Urnenkreise sind eine Alternative zur Bestattung in Urnenhainen. Angehörige haben hier die Möglichkeit, Blumen abzulegen, Laternen, Lichter und Weihwasserkessel aufzustellen. Die Pflege der Flächen übernimmt die Stadt.

Waldkraiburg - Die Stadt erhöht die Friedhofsgebühren: Um zehn Prozent sollen sie zum 1. Mai steigen. Der Haupt- und Finanzausschuss hat sich bereits einstimmig für eine entsprechende Änderung der Gebührensatzung ausgesprochen.

Immer wieder habe der kommunale Prüfungsverband die geringe Höhe der Gebühren beanstandet, hieß es zur Begründung im Ausschuss. Die Kostendeckung lag bislang laut Angaben der Stadtkämmerei deutlich unter 50 Prozent. Mit der Erhöhung seien die Kosten für den Waldfriedhof etwa zur Hälfte abgedeckt.

Eine Erdbestattung für 15 Jahre kostet in Zukunft 1018 Euro. Der Erwerb einer Urnennische für zwei Urnen (für zehn Jahre) kostet ab 1. Mai 626 Euro (bisher 565 Euro). Diese Zahlen nennt Norbert Meindl, Leiter der Friedhofsverwaltung.

Ebenfalls zum 1. Mai wird auch die Friedhofssatzung geändert. In die Satzung wird unter anderem eine neue Form der Bestattung aufgenommen. Seit dem Spätherbst gibt es auf dem Waldfriedhof die Möglichkeit der Urnenbeisetzung in der Erde, in so genannten Urnenkreisen. Diese Alternative zu den Urnenhainen eröffnet die Möglichkeit, dass die Angehörigen dort Blumen ablegen, Laternen, Lichter und Weihwasserkessel aufstellen können. Norbert Meindl: Mit dem Erwerb eines Urnenkreises - für zehn Jahre kostet dies 798 Euro - entpflichten sich die Angehörigen von der Betreuung und Pflege des Grabes. Diese übernimmt die Stadt.

Fünf Urnenkreise für bis zu vier Urnen sind bereits eingerichtet und mit Grabsteinen eines Waldkraiburger Steinmetzbetriebes versehen. Dabei handelt es sich um Gestaltungsbeispiele, die Steine können auch durch andere ersetzt werden.

In der Satzung wird ebenso die bereits 2008 beschlossene Liberalisierung der Grabgestaltung auf Teilen des Waldfriedhofs umgesetzt.

Anonyme Bestattungen gab es bisher schon auf dem Friedhof. Die Urnen wurden in dem Bereich beigesetzt, wo auch Urnen aus aufgelassenen Gräbern aufbewahrt sind. Neu ist in Zukunft, dass ein eigenes Feld für "namenlose Urnengräber" ausgewiesen wird. Ein Gedenkstein soll diesen Bereich kenntlich machen.

Für die Gemeinschaftsanlage für "Kinder, die noch zu jung waren, um zu leben" gibt es bereits seit einigen Jahren einen Gedenkstein. Auch diese Grabart ist in der neuen Friedhofssatzung aufgeführt.

hg/Waldkraiburger Nachrichten

Zurück zur Übersicht: Region Waldkraiburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser