Etagenbetten im Saal

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Zurzeit kein Wirtshaus, sondern eine Unterkunft für Zeitarbeiter des Münchner Flughafens: das Gasthaus Pürten. Inhaber Georg Ametsbichler hat die Räumlichkeiten an ein holländisches Zeitarbeitsunternehmen vermietet.

Waldkraiburg - Das Gasthaus Pürten ist wieder belebt - allerdings nicht gastronomisch. Besitzer Georg Ametsbichler hat mit einer Zeitarbeitsfirma einen Mietvertrag.

Das Zeitarbeitsunternehmen bringt im Saal Flughafenmitarbeiter für die Gepäckabfertigung und etwa die Reinigungstrupps unter. Rund 25 Personen schlafen dort in Etagenbetten.

"Ja, es gibt einen neuen Nutzer", bestätigt Hausbesitzer Georg Ametsbichler aus Aschau. Allerdings sei es keine gastronomische Nutzung. Das Gasthaus Pürten beherbert vielmehr Zeitarbeiter, die am Flughafen München tätig sind. Mieter ist das holländische Unternehmen "werk & i k" der Uitzengroep mit Sitz in Amsterdam.

Vor dem Gebäude stehen Autos mit Kennzeichen aus dem europäischen Ausland. Die Arbeiter nutzen die Küche, um sich selbst zu versorgen, und die Gaststube als Aufenthaltsraum.

Für etwa ein Jahr bestehe der Mietvertrag mit dem Unternehmen mit dem Zweck, im Saal des Gasthauses Mitarbeiter für die Gepäckabfertigung und die Reinigung am Flughafen im Erdinger Moos unterzubringen. Die Menschen schlafen im ersten Obergeschoss in Etagenbetten, wie Ametsbichler berichtet. Seiner Information nach sind es 25.

Der Bräu hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, wieder einen Pächter zu finden, der die Wirtschaft wieder belebt. "Es wäre schön, wenn das Gasthaus zur Eröffnung des neuen Pfarrhofes in Pürten wieder aufmachen würde." Wenn ein Interessent käme, könne man die Neueröffnung in aller Ruhe ein Jahr lang vorbereiten.

Damit das Gemeindeleben vom derzeitigen Mietverhältnis nicht beeinträchtigt wird, hat sich Ametsbichler zusichern lassen, dass der Pfarrfasching wieder im Gasthaus stattfinden kann.

"Das hat man mir zugesagt, dazu wird der Saal dann kurzfristig ausgeräumt", erzählt Ametsbichler.

Auch die Schützen könnten ihre Räumlichkeiten weiterhin nutzen. Sie gelangen über den Garteneingang zu ihrer Schießstätte. Recht viel mehr Nutzung hab es ja in letzter Zeit nicht gegeben, bedauert der Inhaber. Im Januar 2011 zog die letzte Pächterin, Hertha Streckfusz, aus.

Seitdem steht das Dorf ohne Wirtshaus da.

kla/Waldkraiburger Nachrichten

Zurück zur Übersicht: Region Waldkraiburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser