Finanzlage verbessert sich

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Waldkraiburg - Das Vorstandsteam, das den Tierschutzverein Waldkraiburg seit einem Jahr führt, bleibt im Amt: Ohne Gegenstimme wurden Vorsitzender Rudi Moser, seine beide Stellvertreter Bernd Sottek und Manuela Perseis, Kassierin Elsa Laschütza und Schriftführerin Nadja Frankl wieder gewählt.

Sie sollten den Tierschutzverein nach dem Krisenjahr 2008 wieder in ruhiges Fahrwasser bringen und vor allem im Tierheim wieder für Ordnung sorgen. Die 35 wahlberechtigten Mitglieder, die zur Versammlung in den Graf-Toerring-Hof gekommen waren, sind mit der Arbeit der Vorstandschaft zufrieden und wählten sie für zwei weitere Jahre wieder.

Der Vorsitzende Rudi Moser hatte in seinem kurzen Bericht an die Begehung des Tierheims mit den Vertretern des Veterinäramtes im vergangenen Sommer erinnert. Einen Großteil der Arbeit verwendete die Vorstandschaft auf die Beseitigung der damals festgestellte 33 Mängel. Die neue Tierheimleiterin Bianca Maly hat ebenso wie ihre Mitarbeiterin Gabi Irber den von der Behörde verlangten Sachkundenachweis mit Erfolg erbracht. Obwohl die Tierherberge im vergangenen Jahr mehrere Monate geschlossen war, sei die Tiervermittlung um 20 Prozent erhöht worden, so Moser.

Kassierin Elsa Laschütza berichtete für das Jahr 2008 von 82.000 Euro Ausgaben und 45.000 Euro Einnahmen. Ihre Prognose für 2009 fiel positiv aus. Dieses Defizit werde man im laufenden Jahr deutlich unterschreiten. Diese Aussage gründet sie auch auf eine Erbschaft, deren Höhe noch nicht bekannt gegeben werden könne. Wie Laschütza am Rande der Versammlung auf Anfrage erklärte, wurden Lohnkosten und Sozialabgaben mittlerweile deutlich gesenkt. Einsparungen wurden auch dadurch erreicht, dass die Katzenpension zugunsten einer - wegen der Katzenseuche - notwendigen Quarantänestation aufgelöst wurde.

Positiv bewertete auch Stadtrat Dietmar Heller, der gemeinsam mit Christina Holly die Kasse geprüft hatte, die Finanzsituation des Vereins. Unstimmigkeiten, die sich bei den voran gegangenen Prüfungen Anfang Mai 2008 ergeben hatten, seien inzwischen aufgeklärt. Die Finanzlage sei gut und gebe für die Zukunft keinen Anlass zu Bedenken.

Die Kassenprüfung erfolgt nun wieder einmal im Jahr. Auf Antrag Hellers wurde ein Beschluss der außerordentlichen Versammlung aufgehoben, halbjährlich zu prüfen. Heller: "Ich sehe keine Gefahr, dass sich so etwas wie im Vorjahr wiederholt."

Reduziert werden in Zukunft auch die Kontrollbesuche durch Tierarzt Thomas Drechsel. Bislang kam er alle 14 Tage ins Tierheim, jetzt nur noch einmal im Monat. Auch dazu gab die Versammlung ihren Segen.

Bernd Sottek kündigte eine Haussammlung des Vereins an. Mit einer Patenschaftsaktion hofft man, Baumaterial für den Quarantänebau, Brustgeschirre und Hundeleinen als Spenden zu erhalten. Um nach der Auflösung der Katzenpension noch eine Möglichkeit zu schaffen, Tiere bei Urlaub oder Krankenhausaufenthalt unterzubringen, will der Verein eine Börse für vorübergehende Pflegestellen aufbauen, bald auch im Internet.

Auf die Anregung, Bürgermeister und Gemeinderäte aus dem Umland ins Tierheim einzuladen, antwortete Sottek, einige Gemeinden hätten ihre Umlagen selbst für 2008 noch nicht bezahlt. Die Sandstraße zum Tierheim, deren schlechten Zustand Mitglieder bemängelten, sieht der stellvertretende Vorsitzende nicht als das drängendste Problem an. Priorität habe die Anlage selbst, die außerordentlich schlecht isoliert sei. "Die ölpreise tun uns weh." Sottek dankte der Stadt für die finanzielle Unterstützung des Vereins.

hg/Mühldorfer Anzeiger

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Rubriklistenbild: © dpa

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