Eichendorffschüler hatten sich so viel Mühe bei Gestaltung des Pausenhofs gegeben

Empört über mutwillige Zerstörung

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Sie hatten sich so viel Mühe gegeben, um das Hüpfspiel für ihre kleineren Mitschüler auf dem Pausenhof zu gestalten: Achtklässler der Eichendorffschule, deren Werk noch am selben Nachmittag, als der Beton noch nicht fest war, mutwillig zerstört wurde.

Waldkraiburg - Sie waren so stolz auf ihren Beitrag zum schulinternen Wettbewerb zur Umgestaltung ihres recht langweiligen Pausenhofes - doch Unbekannte zestörten ihn mutwillig.

Damit es in dem offen zugänglichen Pausenhof niemand kaputt machen kann und weil es immer wieder zu Zerstörungen kommt, wollten die Schüler das Hüpfspiel besonders stabil machen. In mühevoller Kleinarbeit wurden Pflastersteine entfernt, Fertigbeton geschleppt und Murmeln gesammelt. Liebevoll wurden nun die verschiedenen Materialien verlegt, bündig geklopft und schließlich betoniert.

Nun sollte das Werk über Nacht abbinden, so dass die Kleinen schon bald ihr neues Spiel einweihen könnten. Mit einem Absperrband wurde es abgesichert, damit niemand versehentlich darauf treten konnte.

Umso größer war das Entsetzen, als schon am selben Nachmittag Teile des Hüpfspiels mutwillig zerstört wurden, die Murmeln aus dem noch weichen Beton gekratzt und mitgenommen wurden. Die Empörung der Schüler war groß: "Wir haben uns so viel Mühe gegeben."

Schüler lassen sich nicht entmutigen

Bereits mehrmals wurden sowohl im Förderzentrum, als auch in der benachbarten Grund- und Mittelschule mutwillig Scheiben eingeschlagen. Jetzt fragen sich Schüler und Lehrer: "Muss man alles wegsperren, damit es nicht kaputt gemacht wird?" Eigentlich wollen sie das nicht. Denn eine Schule solle doch nicht wie ein Gefängnis aussehen.

Und die Plätze rund um die Schulen sollen ja auch am Nachmittag genutzt werden können. Und eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass sich Gäste im Schulzentrum auch wie Gäste benehmen und rücksichtsvoll und achtsam sind.

Die Schüler und Schülerinnen des sonderpädagogischen Förderzentrums wollen sich durch die Zerstörung nicht entmutigen lassen. Im Frühjahr, wenn es wieder warm genug ist, werden sie das Hüpfspiel reparieren und die kaputten Teile neu machen. Und sie werden weiter an der Verschönerung ihres Pausenhofes arbeiten.

Braucht es einen Zaun?

Allerdings denkt die Schule tatsächlich über einen Zaun nach, um bestimmte Bereiche zu schützen.

re / Mühldorfer Anzeiger

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