Mit dem eigenen Pool zum Festival

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Bei 35 bis 40 Grad lässt es sich auch bei niedrigen Außentemperaturen im Pool ganz gut aushalten. Nik Tissler und seine Freunde sorgen mit ihrem Outfit bei Musikfestivals regelmäßig für Aufsehen.

Aschau - Ihre Leidenschaft für Musik hat sie zusammengeführt. Bei kleineren Festivals sorgen sie mit ihrer Wagenburg und einem eigenen Pool für Aufsehen.

Mit ihren Wohnwägen und Wohnmobilen bauen sie eine Art Wagenburg, in der es sich gut feiern lässt.

Am Wochenende haben sie Salching bei Straubing gerockt: Der Aschauer Nik Tissler und seine Freunde, die aus Dingolfing, Landshut, Vilsbiburg, Neumarkt-St. Veit oder Gangkofen kommen und sich regelmäßig bei Festivals treffen.

Bei dem dreitägigen Festival sind sie wieder mit einer ganzen Wohnwagenarmada aufgetaucht und haben - abseits des Musikfestivals - für Stimmung gesorgt.

"Wenn wir alle dabei sind, dann kommen schon so 20 Wohnwägen, vier Wohnmobile und ein 7,5-Tonner zusammen", erzählt Nik Tissler. Sie stellen sich dann immer zu einer Art Wagenburg zusammen und haben so auch ihren Spaß, wenn das Festival bereits vorbei ist.

Nik Tissler (links) und Bernhard Straßer (rechts) in dem ehemaligen Bankbus, der jetzt ein Wohnmobil ist.

Am meisten Aufsehen erregt aber ihr 6000 Liter Wasser fassender Pool, den sie bei fast allen Festivals, die sie besuchen, dabei haben. Bernhard Straßer, ein gelernter Zimmerer, hat diesen Pool entworfen und gebaut. Außen besteht er aus einer stabilen Holzkonstruktion, innen ist er mit einer Teichfolie ausgeschlagen. Beheizt wird er aus einer Edelstahl-Holzheizung, die dafür sorgt, dass der Pool nach rund vier Stunden angenehme 35 bis 40 Grad hat. "Da kann man es dann schon aushalten", sagt Bernhard Straßer lachend. Dies stellen im Laufe der Festivals natürlich auch andere Festivalbesucher fest und so kann der Pool nicht über mangelnden Zuspruch klagen.

Als besonderes Schmankerl haben sie auch immer einen ganzen Karton mit Schaumbad dabei, so dass einer zünftigen Poolparty nichts im Wege steht.

Im Laufe der Jahre haben sie ihre Ausstattung immer wieder verbessert und ausgebaut. So hat Straßer mittlerweile einen zweiachsigen Anhänger, auf dem sämtliche Poolutensilien untergebracht sind. Dazu gehören auch vier Wasserbehälter, mit denen die 6000 Liter Wasser herangeschafft werden können. Dazu gehören aber auch diverse Schläuche, Pumpen, Ersatzteile, ein Feuerlöscher und ein schallgedämmtes Stromaggregat. Schließlich sind alle Wohnwägen mit Außenlautsprechern, schweren Batterien und großen Scheinwerfern ausgestattet. Und die wollen mit entsprechendem Sound und "Saft" versorgt werden.

10 bis 15 Festivals besuchen die Freunde im Jahr. "Es sind eher kleinere Festivals wie in Eichstätt, in Weigendorf oder eben in Salching", so Nik Tissler. Hier sei die Stimmung noch familiärer. Hier sind neben dem Festivalgelände auch Campingplätze ausgewiesen. Hier kenne man sie mittlerweile auch und schätze sie. "Wir haben immer unsere eigenen Mülltüten dabei. Und wenn wir den Platz verlassen ist bei uns alles tiptop", so Bernhard Straßer.

Auch das schönste Festival geht irgendwann zu Ende. Dann ist erst einmal Aufräumen angesagt.

Angefangen hat alles, wie sollte es anders sein, auf einem Festival. Im Jahr 2003 lernte Nik Tissler die drei Straßer-Brüder aus Altfraunhofen kennen. Sie waren mit einem Wohnwagen zu dem Festival gekommen. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Freunde dazu; und auch die Zahl der Wohnwägen stieg stetig an. Dann sattelte Bernhard Straßer auf einen 7,5-Tonner um. Er baute den ehemaligen Bankbus zu einem geräumigen Wohnmobil um. Dann wurde die Idee mit dem Pool geboren und wenig später in die Tat umgesetzt. Natürlich sind auch die Wohnwägen alle liebevoll hergerichtet und mit einer persönlichen Note versehen worden. "Alle haben eine Sitzecke, eine Küche und ausreichend Schlafgelegenheiten; da sind wir wie ganz normale Camper", so Nik Tissler.

Den Unterschied machen dann eher die Accessoires wie große Musikanlage, Scheinwerfer sowie Biertischgarnituren aus.

Mittlerweile organisieren die Freunde, die bis vor kurzem eine eigene Homepage - www.haggedicht-umanandafoin.de - betrieben haben, auch ein Festival-Opening und -Ending. Das ist aber privat und nur für geladene Gäste.

hsc/Mühldorfer Anzeiger

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