Streit um Werbetafeln wird heftiger

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Nicht zu übersehen: die Werbeanlagen an der Staatsstraße auf Höhe des Kinos. Kritiker wie Stadtrat Gerd Ruchlinski bezweifeln allerdings, dass Wert und Wirkung in einem vernünftigen Verhältnis zu den Kosten stehen.

Waldkraiburg - Der Streit um die Werbetafeln an der Staatsstraße geht weiter - und gewinnt zudem an Schärfe.

Von Wert und Wirkung der beiden großen Werbeanlagen mit Beleuchtung und "erdbebensicherem Fundament" an der Staatsstraße auf Höhe des Kinos ist Waldkraiburgs Stadtrat Gerd Ruchlinski nicht überzeugt.

Er erkundigte sich in der jüngsten Sitzung nach den Kosten des Bauwerks.

Bürgermeister Siegfried Klika bezifferte diese auf rund 20.000 Euro. Die Arbeiten seien von Mitarbeitern der Stadtwerke erledigt worden. Laut statischen Berechnungen sei die Fundamentierung notwendig, um die großen Tafeln gegen Winddruck zu sichern. Der Bürgermeister sieht in den Anlagen, mit denen die Stadt auf attraktive Gewerbegrundstücke hinweist, als "Baustein in einer Summe von Aktivitäten". Im Blick auf Werbemaßnahmen anderer Kommunen und der Entwicklung an der Autobahn sei es dafür "allerhöchste Zeit. Wir haben zu lange damit gezögert, sie aufzustellen."

Dem Einwand Ruchlinskis, dies sei in keinem städtischen Gremium beschlossen worden, hielt der Bürgermeister entgegen, die Entscheidung habe Stadtmarketing-Geschäftsführer Markus Stern auf seine, Klikas, Anregung hin getroffen. Über Maßnahmen mit Kosten bis zu 50.000 Euro könne er als Bürgermeister entscheiden, ohne dies von einem Gremium absegnen zu lassen.

Ruchlinski sieht in den Tafeln keine gezielte Werbung, sondern Streuwerbung. Ob das 20.000 Euro wert sei, stellte er in Frage. In diesem Sinne äußerte sich auch seine SPD-Fraktionskollegin und -sprecherin Susanne Engelmann. Sie forderte, in Zukunft noch stärker danach zu fragen, was bestimmte Werbemaßnahmen tatsächlich bringen.

Klikas Einlassung, auch das Straßenbauamt Rosenheim habe bemängelt, dass die Tafeln viel zu groß seien, rief Dritten Bürgermeister Reinhard Babiak auf den Plan. Die Behörde solle sich nicht darüber aufregen, sondern "die Straße richten".

hg

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