Die Comic-Auferstehung aus Ruinen

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Die Dreharbeiten zu "Zukunft gestalten": Lehrerin Ariane Kreidl vom Gymnasium Waldkraiburg bespricht mit ihren Schülern das Thema "erneuerbare Energien" und besucht mit ihnen anschließend den Lagerplatz für die Geothermie-Bohranlage.

Waldkraiburg - So hat man Waldkraiburg noch nicht gesehen: in einem Retro-Comic-Film. Sebastian Harrers Handschrift ist unverkennbar.

Der Filmemacher aus Waldkraiburg hat auch die anderen Imagefilme für die Stadt gedreht. Vier der Streifen wurden nun im Stadtrat vorgestellt und positiv aufgenommen.

"Tradition" heißt der Kurzfilm im Retro-Comic-Stil, den Sebastian Harrer im Auftrag der Stadtmarketing GmbH hergestellt hat. Dabei arbeitete er mit einem Zeichentrickspezialisten, einem Animateur, zusammen. Der Film zeigt die Entstehung Waldkraiburgs aus Ruinen - dokumentiert mit alten Schwarz-Weiß-Fotos. "Die hat Sebastian Harrer am PC einzeln ausgeschnitten und bearbeitet. Eine Heiden-Arbeit", wie Sonja Goschy vom Stadtmarketing berichtet. Die Geschäftsführerin stellte diesen und drei weitere Imagefilme im Stadtrat vor.

"Genial", nannte Susanne Engelmann denn Dreiminüter. Die Bilder schieben sich in oder über Kulissen und Szenen und zeigen die Entwicklung des Stadtbildes. Zuerst sind Bunker und Panzer dabei. Dann verändert sich der Wald und auch die Gebäude bis hin zum heutigen, modernen Waldkraiburg in Farbe. Und das alles zeigen Fotos und Postkartenansichten.

Der Retro-Charme der Machart des Filmes passt sehr gut zu Waldkraiburg und kommt kultig und modern daher. Stadtrat Andi Knoll regte an, vor allem "Tradition" auf die neue Homepage der Stadt Waldkraiburg zu stellen. "Die Filme sind alle auf Youtube zu finden und verlinkt mit unserem Internetauftritt", so Goschy. Als Suchbegriff reicht, "Waldkraiburg" und "Imagefilm" einzutippen.

Gezeigt wurde auch der mit Instrumentalmusik hinterlegte Kurzfilm "Zukunft gestalten" mit Focus auf die starken Bildungsmöglichkeiten in Waldkraiburg und die Geothermie, die wichtig für die Energiewende ist.

Die Industrie wird in "Wirtschaft stärken" präsentiert. Man habe drei Firmen ausgewählt, die EMG, die Kraiburg Holding und Miraphone und gezeigt, wie innovativ dort gearbeitet werde und welch guter Kontakt zwischen den städtischen Gesellschaften und den Betrieben herrsche.

Man habe sich auf drei Firmen beschränkt, weil die Drehtage sehr teuer sind und rund 2000 bis 3000 Euro pro Tag verschlingen. Je Film seien meist drei Drehtage einzuplanen. "Wir machen maximal zwei Filme im Jahr, sonst sind die Kosten einfach nicht mehr darstellbar", so Goschy.

In "Entspannter Wohnen" soll der Zuschauer erfahren, wie lebenswert Waldkraiburg als Wohnstandort und Lebensumfeld ist. Dabei wird die "Image-Familie" gezeigt, die auch in anderen Filmen zu sehen ist und einen Wiedererkennungsfaktor haben soll. Anhand der Kinder werden Sport- und Freizeitmöglichkeiten dargestellt. Der Vater ist griechischer Herkunft und arbeitet bei den Stadtwerken.

Einen Zweck verfolgen die Werbefilme: Waldkraiburgs Stärken nach außen demonstrieren. Daher werden sie auf Messen gezeigt und kurze Auszüge davon, die 15 bis 30 Sekunden dauern, im Kino in Waldkraiburg und im Regionalfernsehen oder etwa im Foyer im Haus der Kultur. Manche benötigen noch Umschnitte. In der Entstehung seien noch ein Kulturfilm und ein Sportfilm. Bereits fertig sind ein Film über den Föhrenwinkel und das Gymnasium. Stadtrat Harald Jungbauer wünscht sich eine Fortführung der Imagefilme, denn visuell könne man die Menschen erreichen. Bürgermeister Siegfried Klika dankte Kinobetreiber Thomas Rahnert, der die Spots kostenlos in der Vorschau im Werbeblock laufen lässt. Er regte für weitere Filme an, auch andere Familien zu zeigen, nicht immer dieselbe. "Wir haben hier mehr Persönlichkeiten zu bieten."

kla/Mühldorfer Anzeiger

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