Büffeldamen haben endlich einen Namen

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"Wiiiiiiilllmaaaaaaaa"! So heißt die Büffeldame (links). Das Kälbchen (rechts) wird nun "Pebbels" gerufen. Die Namen stammen aus einem Wettbewerb.

Jettenbach - Die Jettenbacher Wasserbüffel sind die Attraktion - dies bestätigt auch der Bund Naturschutz. Und endlich haben die Gefährtinnen von Büffelmann "Barny" einen Namen:

Die Damen heißen seit einem Namenswettbewerb "Wilma" und "Pebbels".

Das Interesse an den exotischen Tieren ist riesig, bestätigt Gerd Ruchlinski, Kreisvorsitzender des Bund Naturschutz. Auch Lokalpolitiker waren nun am Biotop. Gemeinderäte aus Taufkirchen, Kraiburg und Jettenbach trafen sich zu einer Informationsrunde mit dem Artenschutzexperten Dr. Andreas Zahn.

Einen ersten Überblick verschaffte man sich vom Aussichtsturm aus. Von hier kann man die Fläche des zehn Hektar großen Areals gut überblicken.

Informierten sich über das Büffel-Projekt am Aussichtsturm des Biotopes: Gemeinderäte aus Taufkirchen, Kraiburg und Jettenbach mit Experte Dr. Andreas Zahn (vorne, Mitte).

Andreas Zahn erläuterte das neue Beweidungskonzept. Vor allem die Wasserbüffel, die mit Unterstützung des Biowarenherstellers Barnhouse angeschafft wurden, sollen als "Biobagger" den Gelbbauchunken auf die Sprünge und zu neuen Laichgewässern verhelfen. Die ersten Ergebnisse sind sensationell: Der Zugang zur Suhle sieht wie gebaggert aus und der Tümpel ist frei von Bewuchs. Die Unken haben den neuen Lebensraum bereits voll angenommen. Die Wasserbüffel und die Rinder verstehen sich nicht nur prächtig, sie ergänzen sich auch hervorragend durch ihren "Geschmack" für die unterschiedlichen Pflanzen.

"Die Büffel haben mit ihren massigen Körpern bereits mehrere schöne Suhlen in den sumpfigen Flächen ausgewalzt und genau da sitzen jetzt die Unken nachts am Ufer und legen ihre Eier ab", freut sich auch Dr. Andreas Zahn. Auch seltene Vogelarten wie der Rotschenkel haben die Büffelsuhle schon besucht.

Auch wenn die Tiere äußerst harmlos sind, ist beim Betreten der Weide Vorsicht geboten. "Die Rinder sind ziemlich neugierig" erläutert Gerd Ruchlinski. "Es empfiehlt sich schon, einen Sicherheitsabstand zu lassen. Denn wenn die Tiere den Kopf schütteln, um die lästigen Fliegen oder Bremsen zu verscheuchen, dann kann eine Berührung für die Besucher nicht nur schmerzhaft, sondern auch gefährlich sein", so Ruchlinski weiter. "Am besten man betrachtet sie von außerhalb des Zaunes", ergänzt Reinhold Sonderhauser. Der Biobauer kümmert sich um das Wohl der Tiere.

Und die drei "Biobagger" haben nun alle einen Namen. Der Büffelmann wurde bereits "Barny" getauft. Der Naturkosthersteller Barnhouse richtete einen Namenswettbewerb für die Büffeldamen aus.

"Gewonnen haben ,Wilma' für die ältere Kuh und ,Pebbels' für das weibliche Kälbchen", so Bettina Rolle, Geschäftsführerin von Barnhouse. "Wir haben über 300 Briefe erhalten mit den tollsten Vorschlägen und Nachrichten."

Die Ideen reichten von traditionellen Rindernamen wie "Resi", "Alma", "Frieda" bis hin zu "Kripsy", "Krunchy", "Barnybell", "Hanni & Nanni" oder - sehr gut überlegt: "Bambina" und "Rana" - beides lateinische Bezeichnungen für "Unke" und "Frosch". Und um diese Tierchen geht es letztendlich bei dem Büffel-Projekt. Im Oktober wird übrigens der erste Nachwuchs erwartet. "Namen haben wir ja genug", schmunzelt Bettina Rolle.

kla/Waldkraiburger Nachrichten

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