Bedarf steigt schneller als erwartet

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Krippenplätze sind gefragt. Die neue Krippengruppe im Käthe-Luther-Kindergarten ist ebenfalls bereits ausgebucht.

Waldkraiburg - Der Bedarf an Krippenplätzen in Waldkraiburg steigt schneller als erwartet. Drei Krippengruppen sind voll. Es gibt bereits Wartelisten.

Bislang hatte die Stadt versucht, den Bedarf durch die Umwandlung von Kindergarten- in Krippengruppen zu decken. Doch jetzt stellt sich die Frage, ob das reicht oder zusätzliche Kapazitäten nötig sind.

Die Stadt sei dran an diesem Thema, sagte Bürgermeister Siegfried Klika im Sozialgespräch der CSU-Stadtratsfraktion und kündigte Gespräche mit den Kindergärten beziehungsweise deren Trägern in dieser Frage an.

Die Leiterinnen mehrerer Kinderbetreuungseinrichtungen in der Stadt hatten deutlich gemacht, wie stark zuletzt die Nachfrage nach Krippenplätzen anstieg. "Die Kinder, die in den Kindergarten wollen, werden immer jünger", sagte Charlotte Konrad vom Kindergarten Maria Schutz.

Seit September die dritte Krippengruppe

Ein Trend, den ihre Kollegin Kerstin Haider von der Kindertagesstätte St. Christophorus nur bestätigen konnte. Dort war vor einem Jahr eine neue Krippengruppe eingerichtet worden, die zweite nach der Gruppe im Kindertageszentrum der Peters-Stiftung. In diesem Herbst habe man die Zahl der Kinder von zwölf auf 15 erhöht, berichtet Haider. Gereicht hat das nicht. "Es gibt bereits eine Warteliste. Anfragen sind es noch mehr." Zwar seien darunter auch solche aus dem Umland, doch auch die Nachfrage in Waldkraiburg steigt und "ist immer dringend", wenn die Mütter nach einem oder einem halben Jahr wieder arbeiten wollen.

Cornelia Cordes-Jacobskötter macht im evangelischen Käthe-Luther-Kindergarten keine anderen Erfahrungen. Dort läuft seit September die jüngste und dritte Krippengruppe.

"Ohne jede Werbung war sie voll." Auch dort wächst die Warteliste an. "Kinder unter drei Jahren drängen massivst in die Kindergärten." Da gehe es nicht darum, Kinder abzuschieben, stellte Cordes-Jacobskötter klar. Anliegen der Eltern sei es, dass ihr Nachwuchs frühzeitig soziale Kontakte habe. Und, so die Erzieherin, "es gibt keine Großmütter mehr, die diese Aufgabe übernehmen".

Die Stadt habe "sehr schnell auf die Krippenproblematik reagiert", meint Bürgermeister Siegfried Klika. Bislang war dies dadurch geschehen, dass Kindergartengruppen, die aufgrund nachlassender Nachfrage in der Altersstufe zwischen drei und sechs Jahren aufgelöst wurden, in Zusammenarbeit mit den Trägern durch eine Krippengruppe ersetzt wurden. Ob dieser Ansatz weiter trägt, lässt Klika offen.

Denn mit dem frühen Eintritt der Kinder in die Kinderbetreuungseinrichtungen wächst ihre Verweilzeit. Deshalb ist unter diesen veränderten Bedingungen eine genaue Bedarfsermittlung durch die Verwaltung im Gange. Bereits in den nächsten Tagen gibt es in dieser Frage eine Sitzung mit Vertretern der Kindergärten. Ob und in welchem Umfang zusätzliche Kapazitäten nötig sind, dazu konnte sich Klika noch nicht äußern. "Wir werden die Träger auffordern, sich mit dem Gedanken auseinander zu setzen, eine zusätzliche Krippe zu schaffen." (Siehe auch Text über weitere Kinderbetreuungseinrichtungen und -angebote)"

hg/Waldkraiburger Nachrichten

Zurück zur Übersicht: Region Waldkraiburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser