Feli ließ Aschenputtel Schuh verlieren

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Waldkraiburg - Einen ganz bezaubernden Abend bescherte Ballettmeisterin Feli Haag mit ihren rund 70 Schülerinnen dem Publikum im Haus der Kultur.

Zu ihrem 45-jährigen VHS-Jubiläum brachte sie "Aschenputtel" auf die Bühne.

"Quirlig und eigentlich fast noch jugendlich ist Feli Haag in den 45 Jahren geblieben", sagte VHS-Vorsitzende Gertraud Kesselgruber vor der Vorstellung. Bei Haags Aufführungen könne man sehen, wie- viel in den Kindern und Jugendlichen stecke.

Die Ballettmeisterin vereinte rund 70 Tänzerinnen und Mitwirkende aus Waldkraiburg, Mühldorf und Erding auf der Bühne und spannte einen Altersbogen von fünf bis weit über 50 Jahre. Anmutig und leichtfüßig schwebten die Großen über die Bretter, die die Welt bedeuten. Die Kleinen zeigten ihr strahlendstes Lächeln und voller Stolz die einstudierten Tänze mit den Holzschuhen. Farbenprächtige und ausdruckstarke Kostüme sowie ein hübsches und lebendiges Bühnenbild im Geschäft der Madame Leontine, trugen einmal mehr die Handschrift von Feli Haags großartigem Team, den unsichtbaren Helfern, zu denen rmi Müller, Ilse Jändl, Angie und Ralph Loder, Marion Lattau, Herbert Feuchtgruber und Christine Pfeifer seit vielen Jahren gehören. Auch Tänzerinnen über 30 halten ihrer Ballettmeisterin heute noch die Stange und waren ebenfalls im Ensemble zu sehen mit einem ungarischen Tanz. Eine bunte Mischung aus Spitzentanz, Folklore und auch Pantomime wurde getanzt. Steffi Reis aus Waldkraiburg als Aschenputtel, der Prinz (Shelley Loder aus Rattenkirchen), die böse Stiefmutter (Christl Kaiser) und ihre frechen Töchter (Lisa Hollinger und Katharina Sokolov; alle drei aus Erding) gaben ein starkes Team ab. Die neunjährige Theresa Müller aus Ampfing überzeugte als kleine Prinzessin mit Soloeinlagen zwischen all den Großen.

Aschenputtel in Waldkraiburg

Hut ab vor der Gesamtleistung des Balletts unter der Regie der 72-jährigen VHS-Legende, dachten sich viele Zuschauer am Ende des rund zweistündigen Märchens. Viele ehemalige Schüler saßen im Publikum und gerieten ins Schwärmen oder erkannten das ein oder andere Kostüm wieder, das sie selbst vor zehn, 20 oder 30 Jahren bei einem Auftritt getragen haben. Die VHS und auch Zweiter Bürgermeister Harald Jungbauer ließen es sich nicht nehmen, Feli Haag und das Ensemble mit Blumen zu beschenken. Haag bedankte sich auch bei ihren treuen Weggefährten und Ballettschülerin Shelley Loder bekam für ihre zehnjährige Treue im Ballettsaal einen goldenen Spitzenschuh überreicht. Zum Glück denkt Feli Haag noch nicht ans Aufhören. Also darf man gespannt sein, was noch kommt.

kla/Waldkraiburger Nachrichten

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