Wahlversprechen zu 95 Prozent abgearbeitet

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Bürgermeister Erwin Baumgartner hat 95 Prozent seiner Versprechen im Laufe der vergangenen zehn Jahre abgearbeitet.

Neumarkt-St. Veit - In zehn Jahren hat sich einiges getan. 95 Prozent der Wahlkampfversprechen habe Bürgermeister Erwin Baumgartner abgearbeitet:

Bürgermeister Erwin Baumgartner zog im Rahmen der Jahreshauptversammung der UWG Neumarkt-St. Veit zufrieden Bilanz über die erste Dekade seiner Amtszeit.

Vom Bau der Rollhockeybahn über Häusersanierungen, den Bauten von Verbindungsspange, Unterführung und Radweg bis zur Realisierung der Umgehungsstraße listete Baumgartner jede Menge positiver Veränderungen auf, die sich in seiner Amtszeit ereignet haben. "95 Prozent der großen Aufgaben sind abgehakt", verwies er in der Versammlung auf die Wahlversprechen von 2002. Vieles sei aber auch noch am Laufen, wie die Sanierungen der alten Turnhalle und des Leichenhauses, der Neubau der Kinderkrippe, Wasser- und Kanalisierungsarbeiten sowie die Erschließung im neuen Gewerbegebiet.

Gut stünden die Vorzeichen für einen Radweg nach Feichten, wofür sogar die Finanzierung gesichert sei, aber noch die letzten Grundstücke fehlten. Keinen Schritt weiter sei man allerdings beim Radweg nach Hörbering. Dessen Realisierung scheitere an den Grundstückseigentümern und letztlich auch am Geld, weil sich inzwischen, was den Weg entlang der Rott betreffe, das Wasserwirtschaftsamt zurückgezogen habe. "Und an der Staatsstraße fehlt der Platz."

Nicht alle Entscheidungen im Stadtrat würden konflikfrei entschieden, verhehlte Baumgartner nicht. Die Ehrenbürgerrechtsverleihung an Rudi Berghammer, die von einigen Stadträten vernachlässigte Städtepartnerschaftsfeier in Caneva, Finanzierungsvorschläge für das TSV-Heim oder die Ablehnung des Flächennutzungsplanes aus Teilen der CSU hätten ihn gewurmt, gab er zu.

Aus dem Kreistag berichtete Baumgartner, dass der Entwurf des neuen Haushaltsplanes 2012 bereits vorliege. Als gute Nachricht daraus teilte er mit, dass der Kreisumlagensatz "zumindest gleich" bleibe (57,2 Prozentpunkte) und dass der Bund in Stufen die Grundsicherung übernehme und so den Landkreishaushalt etwas entlaste. Erfreulich sei auch, dass die Müllgebühren sinken. Zu guter Letzt sei für 2012 zu erwarten, dass die Stadt Neumarkt 134000 Euro weniger Kreisumlage zu zahlen habe.

Apropos Finanzen: Der UWG-Ortsverein steht auf einer soliden Basis, wie dem Kassenbericht von Schatzmeisterin Elisabeth Weigand zu entnehmen war. Ende 2010 betrug das Vereinsvermögen 1496 Euro, Einnahmen in Höhe von 1419 Euro standen heuer Ausgaben von 925 Euro gegenüber. Aktuell befinden sich laut Weigand 1990 Euro auf dem Konto, jedoch seien die Mitgliedsbeiträge für 2011 noch nicht verbucht, zusammen mit den Stadtratsentgelten prognostizierte sie bis Ende 2011 einen Kassenstand von etwa 4000 Euro.

In seiner Rückschau berichtete Ortsvorsitzender Dr. Klaus Windhager eingangs davon, dass sich UWG-Mitglieder an der Zehn-Jahres-Feier der Städtepartnerschaft in Caneva beteiligt hätten. Er bedauerte, dass Elisabeth Weigand ihr Stadtratsmandat abgelegt habe und erinnerte daran, dass sie 1996 als erste Frau in den Stadtrat eingezogen war. Doch freute er sich auf der anderen Seite über Andi Schulz als deren adäquaten Ersatz. Die UWG habe eine Ortsbegehung unternommen, um Lösungen zu finden, die Attraktivität der Stadt zu steigern. Wie Stadtmarketing aussehen könne, dafür habe die Verkehrs- und Werbegemeinschaft mit der Bildung eines Arbeitskreises bereits einen Vorstoß gemacht, sagte Dr. Windhager.

Auch die UWG müsse "ein kleines, aber stetes Wachstum verfolgen". Hausbesitzer müssten motiviert werden, ihre Fassaden zu verschönern "oder das Suppengrün an den Bürgersteigen zu entfernen". Patenschaften wären denkbar, so Windhager, um Kleinode in der Stadt noch mehr hervorzuheben.

In diesem Zusammenhang bemängelte Roswitha Senftl, Wirtin vom Vitusstüberl, Stolpersteine auf dem Bürgersteig, "die teilweise bis zu vier Zentimeter herausragen". Andi Schulz forderte gar ein konzeptionelles Vor- und Umdenken. "Wir müssen ans Älterwerden denken." Dafür seien Infrastrukturverbesserungen ebenso notwendig wie die Nahversorgung. "In erster Linie aber brauchen wir Zuzug." Die Versammlung zeigte sich offen, sich mit Ideen bei der Werbegeneinschaft einzubringen, die sich im Januar 2012 bezüglich Stadtmarketings treffen und im März sogar schon ein entsprechendes Konzept vorstellen will, wie Walter Jani berichtete.

Für das kommenden Jahr kündigte Dr. Windhager einen Besuch der Firma Bachmann an, außerdem schlug er vor, in Zukunft die Vorstandssitzungen vierteljährlich durchzuführen.

je/Neumarkter Anzeiger

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