Bau soll noch heuer beginnen

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An dieser Stelle soll der Anbau der Kinderkrippe erfolgen. Der Schuppen wird ihm wohl zum Opfer fallen.

Neumarkt-St. Veit - Die Pläne für den Kinderkrippenanbau am katholischen Kindergarten konkretisieren sich. Noch heuer soll der Baubeginn in der Badstraße erfolgen.

Wie Bürgermeister Erwin Baumgartner in der Sitzung des Finanz- und Verwaltungsausschusses mitteilte, habe es ein Treffen aller Verantwortlichen gegeben, um die Eckpfeiler abzustecken.

Kirchenverwaltung, Pfarrer, das Baureferat der Erzdiözese, Wasserwirtschaftsamt sowie Stadt und die Bauverwaltung des Landratsamtes: Bei einer Besprechung vor Ort einigten sich die Verantwortlichen auf die Planungsgrundlagen für die Kinderkrippe, die an der Badstraße entstehen soll. Die Planungsphase könne beginnen, informierte Baumgartner die Mitglieder des Finanzausschusses. Diese werde etwa zwei Monate in Anspruch nehmen, der Bürgermeister zeigte sich zuversichtlich, dass die Baumaßnahme noch heuer beginnt, "wenn alles gut geht".

Es werden demnach zwei Krippengruppen (je zwölf Personen) in Form eines Anbaus entstehen, der möglichst nahe an der Badstraße errichtet werden soll. Ein bestehender Gruppenraum des Kindergartens soll mit Ruheraum umgebaut werden, damit er, je nach Bedarf, als Kindergartenraum oder Krippenraum genutzt werden kann. Nach Fertigstellung des Anbaus stünde die Sanierung des Pfarrheims und des Kindergartens auf dem Programm, zwei Kindergartengruppen könnten dann in den Anbau ausgelagert werden, die Kleinkindergruppe würde Platz im Krabbehaus neben dem Schloss Adlstein finden. Die dritte Kindergartengruppe müsste für die Dauer der Sanierungsarbeiten in einen Container im Krabbeanwesen ziehen. Laut Baumgartner sei dies die beste Lösung.

Der Schlosspark, wie ursprünglich in Erwägung gezogen, bliebe frei, so dass auch das Schlossgartenfest in seiner Durchführung nicht eingeschränkt sei. Der Christkindlmarkt im Krabbehaus wäre ebenfalls nicht behindert, weil der Container am Rand des Krabbegrundstücks aufgestellt würde. Baumgartner war überzeugt: Der Anbau stärkt den Katholischen Kindergarten und das Wohngebiet und schaffe zusätzliche Arbeitsplätze.

Voraussetzung für die Umsetzung dieser Planungen war die Neufassung des Bedarfsplanes für die Kinderbetreuung in der Stadt Neumarkt sowie die Zusage der Stadt zur finanziellen Beteiligung am Bauprojekt. Laut Kindergartenbetreuungsgesetz ist die Stadt dazu verpflichtet, zwei Drittel der Kosten abzüglich der staatlichen Fördermittel zu tragen.

Auf die Frage von August Spirkl (CSU) nach den Kosten für einen Krippenplatz, konnte Baumgartner noch keine konkrete Antwort geben. Er gehe aber vom doppelten Kindergartenbeitrag aus, zumal auch der Betreuungsbedarf eines Krippenkindes doppelt so groß sei.

Walter Jani regte an, im Zusammenhang mit dem Anbau und der Sanierungsmaßnahme zugleich eine Sanierung der Badstraße ins Auge zu fassen. Baumgartner ließ dies offen, zumal dies das Problem der Finanzierbarkeit aufwerfe, auch wenn 80 Prozent davon die Anlieger tragen müssten. Es gebe Überlegungen zum Einbau eines Regenrückhaltebeckens, außerdem einen Plan, den Parkplatz zwischen Badstraße und Rott zu befestigen. "Wir lassen uns eine Skizze erstellen", sagte Baumgartner dazu.

Mit 8:0 segnete der Auschuss den neugefassten Bedarfsplan ab, ebenso die finanzielle Beteiligung am Bauprojekt, entsprechend dem Investitionsprogramm von 2008 bis 2013. Lesen Sie dazu auch den Artikel rechts.

je/Neumarkter Anzeiger

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