Sanierung, Stilllegung oder Abriss?

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Trostloses Erscheinungsbild: Die Diskussion um die Alte Turnhalle geht in die nächste Runde. Am Mittwoch debattiert der Bauausschuss über die Sanierung, eine vorübergehende Stilllegung oder einen Abriss.

Neumarkt-St. Veit - Die Alte Turnhalle steht im Mittelpunkt der nächsten Bau- und Umweltausschusssitzung. Die Stadträte diskutieren drei Möglichkeiten: Sanierung, Stilllegung oder Abriss.

Die Sitzung findet am 11. Mai ab 18.30 Uhr statt.

Ohne Beschluss war in der vergangenen Stadtratssitzung der Tagesordnungspunkt über die weitere Vorgehensweise bei der Alten Turnhalle geblieben. Die Stadträte hatten sich vor der endgültigen Entscheidung auf die Wahrnehmung eines Ortstermins geeinigt und wollen dazu die sanierte Turnhalle im Markt Buchbach besichtigen. Diese Besichtigung soll noch vor der Bauausschusssitzung, die am nächsten Mittwoch stattfindet, erfolgen, teilt Natascha Pigac vom Neumarkter Bauamt mit. Erst dann werde der Stadtrat entscheiden, welches Verfahren bei der Alten Turnhalle in Neumarkt-St. Veit anzuwenden ist.

Allerdings: Neben der Sanierung und Stilllegung erscheint plötzlich auch wieder der Begriff Abriss auf der Ladung zur Sitzung. Sicherlich ein Thema wird bei der Diskussion die Frage nach der Finanzierung einer Sanierung sein. Da passt es zeitlich, dass am Tag vor der Bauausschusssitzung im Finanzausschuss die Haushaltsberatungen für 2011 auf der Tagesordnung stehen (Dienstag, 10. Mai, 18.30 Uhr). Und die lassen, wie in vielen anderen Kommunen auch, nicht allzu optimistisch in die Zukunft blicken, wie auch aus dem Rathaus verlautbart wird. Nach akribischem Schuldenabbau wird die Stadt gezwungen sein, wieder Schulden aufzunehmen, teilt im Vorfeld der Sitzung Kämmerer Lothar Witte auf Anfrage mit.

Während die Stadt Neumarkt-St. Veit in den zurück liegenden zehn Jahren kontinuierlich den Schuldenberg abgetragen habe, sei er heuer gezwungen einen Kredit in Höhe von 800 000 Euro aufzunehmen, „um alleine unsere Pflichtaufgaben zu schultern“, erläutert Witte den Haushaltsansatz. Immerhin spricht der Kämmerer bei diesem Punkt von „rentierlichen“ Schulden, die die Stadt zum Ausbau der Abwasserbeseitigung und der Wasserversorgung machen muss. Schließlich würden diese Ausgaben über die Gebühren wieder ausgeglichen. Jedoch warnt der Kämmerer bei Kanal und Wasser schon jetzt vor einer möglichen Gebührenerhöhung.

Die Neuverschuldung in diesem Jahr ist nur die Spitze des Eisberges. Bis 2014, so sieht es der Finanzplan von Lothar Witte vor, wird die Stadt rund vier Millionen Euro Schulden angesammelt haben. Die Ursachen dafür finden sich laut Witte im Krippenbau und in der Kindergartensanierung. Auch die Sanierung der Badstraße und erforderliche Baumaßnahmen am Stadtplatz seien aus dem Stadtsäckel ohne neue Kreditaufnahme nicht zu schultern, so Witte. Umso wichtiger erscheint es, für die Zukunft vorzusorgen und mögliche Einnahmequellen zu generieren. Deswegen erörtert der Bauausschuss in der Sitzung am Mittwoch auch die Installierung weiterer Fotovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden. Gebäude der Kläranlage und das Gerätehaus in Feichten stehen bei diesem Punkt als mögliche Dachflächen zur Diskussion.

Einige Baupläne von Gewerbetreibenden muss der Ausschuss durcharbeiten, unter anderem den eines Malerbetriebes an der Landshuter Straße. Auch die Errichtung einer Fahrschule steht zur Abstimmung auf dem Plan und schließlich die Errichtung einer therapeutischen Reitanlage. Weitere Punkte in der Sitzung sind die Aufstellung einer Entwicklungssatzung „Hörbering Süd“, hier soll die Stadtrat einen Beschluss über die erneute Auslegung fällen. Ebenfalls Thema im Gremium ist die Diskussion um die Querrinnen an der Alten Teisinger Straße.

je

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