Parkbänke aus aller Welt in Neumarkt

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Der Arbeitskreis Stadtmarketing will Hingucker beziehungsweise Hinsetzer in Neumarkt-St. Veit installieren. Ruhebänke aus aller Welt wollen die Stadtverschönerer aufstellen. Von Wien (Bild) liegt bereits eine Zusage vor.

Neumarkt-St. Veit - Da ein Ruhebankerl aus London, dort eine Parkbank aus Wien. Oder wie wäre es denn mit einer Verschnaufspause auf einer Originalbank aus Prag?

Geht es nach den Plänen des Arbeitskreises Stadtentwicklung könnte dies in Neumarkt-St. Veit schon bald Realität sein. Christian Göttlinger und Co. wollen die Rottstadt schöner und attraktiver machen. Parkbänke aus aller Welt sind ein Teil dieses Konzepts.

Botschaften und Konsulate hatte Christian Göttlinger, Vorsitzender der Verkehrs- und Werbegemeinschaft angeschrieben und sie mit dem ungewöhnlichen Wunsch konfrontiert: Ob es denn möglich wäre, eine Parkbank aus bekannten europäischen Städten zu erhalten, die als Attraktion in Neumarkt-St. Veit aufgestellt werden könnte? Die Vertretungen von Tschechien, Italien, der russischen Förderation, Österreich und Großbritannien waren Göttlingers Adressaten, um diese Idee von Emil Steinbach umzusetzen. Und siehe da: Von Österreich hat Göttlinger bereits die Zusage. Kostenlos wollen die Österreicher eine Parkbank zur Verfügung stellen, wie es aus deren Generalkonsulat heißt. "Aller Voraussicht nach werden wir die Bank anlässlich des Georgitages aufstellen. Auch eine Vertreterin des Generalkonsulats wird dann da sein", freut sich Göttlinger über die spontane Zusage, die nicht die einzige bleiben soll.

Auch von London habe er bereits Nachricht erhalten, mit dem Hinweis, dass ein Eigenbau wohl günstiger wäre. Doch das will Göttlinger nicht: "Es sollte schon eine Originalbank sein."

Es tut sich also was beim Arbeitskreis Stadtmarketing, der es sich zum Ziel gesetzt hat, die Stadt schöner und attraktiver zu machen. "Es muss uns gelingen, auch den Tagestourismus zu fördern", gibt Göttlinger als weiteres Ergebnis des Arbeitskreistreffens vom Montag bekannt. Der Arbeitskreis könne sich auch vorstellen, künftig Seniorenclubs in die Rottstadt einzuladen mit Bewirtung im Kulturbahnhof oder einer Führung durch Neumarkt-St. Veit mit all seinen Sehenswürdigkeiten.

Ein schönerer Stadtplatz geht mit einer Verschönerung der Fassaden einher. Auf offene Ohren ist deswegen ein Vorschlag von Christian Bachmann gestoßen, der die Gründung einer Stiftung für eine sonst sehr kostspielige Fassadengestaltung oder -erneuerung angeregt hatte. "In diesem Zusammenhang gilt es abzuklären, inwieweit es für Stadthäuser Fördermittel gibt", sagt Göttlinger. Denn für einen Privatperson käme eine Sanierung erfahrungsgemäß sehr teuer.

Die optische Aufwertung der Stadt könne durch verhältnismäßig geringen Einsatz erfolgen, beispielsweise über Patenschaften für Grünflächen. Er selbst, so Göttlinger, kümmere sich bereits um entsprechende Bepflanzung vor seinem Laden am Johannesplatz. Die Anregung von Patenschaften für weitere Grünflächen, die mit entsprechenden Schildchen des Gönners versehen werden könnten, sei bei den Teilnehmern am Arbeitskreis positiv aufgenommen, Zusagen bereits getroffen worden.

Im Rahmen der Verschönerung des Stadtplatzes soll auch eine Aufwertung der Verkehrswege erfolgen. Dass nach dem Oberen Stadttor auf einer Seite ein Bürgersteig fehlt, wurde im Rahmen des Arbeitskreises angemerkt. Die Stadt werde sich um die Neugestaltung kümmern, lautete die Zusage seitens des Bürgermeisters Erwin Baumgartner auf den Fuß.

Nicht nur auf dem Stadtplatz ist eine Frischzellenkur vorgesehen. "Wir haben auch drei Kreisverkehre, die es gilt, attraktiv zu gestalten", spinnt Göttlinger den Marketing-Faden weiter. Jeder sei aufgerufen, dazu im Rahmen eines Ideenwettbewerbes seine Vorschläge einzubringen. Mit Einkaufsgutscheinen will man besondere Einfälle belohnen. Anregungen können an die E-mail-Adresse der Verkehrs- und Werbegemeinschaft übermittelt werden (werbering-nsv@gmx.de).

Schließlich überlegte sich der Arbeitskreis auch die Einführung eines Logos oder einer Plakette, die kennzeichnen soll, wer sich alles um die Aufwertung der Stadt einsetzt.

je/Mühldorfer Anzeiger

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