Baustelle B299 - Noch ein Lärmschutzwall?

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Immer tiefer graben sich die Bagger in das Erdreich. Bis zu sechs Meter tief wird die Umgehungsstraße der B299 entlang der Alten Teisinger Straße versenkt.

Neumarkt-St. Veit - An der Umgehungsstraße der B299 wird kräftig noch gebaut, doch es gibt bereits einen neuen Antrag für einen weiteren Lärmschutzwall.

"Ein erfüllter Wunsch hat viele Kinder", kommentierte Bürgermeister Erwin Baumgartner die Tatsache, dass sich der Bau- und Umweltausschuss in seiner jüngsten Sitzung mit einem Antrag zu beschäftigen hatte, der die Errichtung eines weiteren Lärmschutzwalls entlang der Umgehungsstraße an der "Alten Teisinger Straße zum Gegenstand hatte. Bereits beim Spatenstich zur Umgehungsstraße hatte die Stadt einen Lärmschutzwall zugesichert, der neue Antrag betrifft eine Stelle weiter nördlich zum geplanten Wall.

Der Bürgermeister berief sich zunächst auf Messdaten des Straßenbauamtes in Landshut, wonach an dieser neuen Stelle eigentlich keine grenzwertüberschreitende Lärmbelastung zu erwarten sei, zumal die Straße dort auch sechs Meter tief eingebettet sei. Damit liege auch keine Grundlage für die Notwendigkeit eines Lärmschutzwalls vor.

Der Antragsteller befürchtet allerdings, dass der durch die Stadt zugesicherte Lärmschutzwall im Hinblick auf sein Grundstück sogar eine zusätzliche Lärmbelastung hervorrufen könnte. Man wolle sich nicht grundsätzlich davor verschließen, müsse aber berücksichtigen, wie dieses Ansinnen technisch zu lösen sei. Zum einen, weil das besagte Grundstück nicht Eigentum der Stadt sei, zum anderen, weil noch Wasser- und Kanalarbeiten durchgeführt worden seien, just "dort, wo jetzt der Wall hin soll", erklärte Baumgartner das Dilemma.

Laut Straßenbauamt, so Baumgartner weiter, werde es eine erneute Lärmmessung geben, alternativ zum Wall könne eine Wand in Erwägung gezogen werden, deren Kosten er aber, bei etwa 50 Metern Länge, auf 20000 Euro schätzte. Er sagte zwar, dass man nach einer einvernehmlichen "kostenmäßig tragbaren Lösung" suche, er befürchtete aber auch weitere Anträge. "das Straßenbauamt zahlt keinen Cent, wenn der Lärm unter den Grenzwerten bleibt".

Reinhard Fuchs (CSU) meinte, dass das Anwesen des Antragstellers schon seit langem dort steht, "es geht auch um den Schutz unserer Bürger". Baumgartner verwies jedoch auf die eingehaltenen Grenzwerte.

Franz Fuchs (UWG) erinnerte daran, dass er schon bei der ersten Diskussion um einen Lärmschutzwall - auch dort bewegte sich der Lärm innerhalb der zulässigen Werte - vor weiteren Antragstellern gewarnt habe. Der Stadtrat sei damals eingeknickt, jetzt müsse natürlich gleiches Recht für alle gelten, wenngleich er monierte, "dass erst jetzt dieser Antrag daher kommt".

Hermann Huber (UWG) sah den Stadtrat derart in der Zwickmühle, "dass wir fast zustimmen müssen".

Die Diskussion kam zu keinem Ergebnis oder Beschluss. Baumgartner äußerte aber, dass er versuchen werde, eine Lösung zu finden. Der Antragsteller soll dabei fest mit eingebunden werden.

je/Mühldorfer Anzeiger

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