Radltour nach Caneva: 3. Etappe

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Neumarkt-St. Veit/Caneva - Am Donnerstag ging es auf zur dritten Etappe! OVB-Redakteur Josef Enzinger fährt selber mit und berichtet von Kampf mit Höhenmetern und Lkw-Abgasen:

2600 Höhenmeter – das war heute die Königsetappe der Radfernfahrt des Radfahrvereins Frisch auf Neumarkt-St. Veit. Sellbst die hartgesottenen Rennradler mussten heute ganz schön pusten. Zunächst galt es die letzten 600 Höhenmeter auf den Staller Sattel zu erklimmen, erstaunlich fit zeigte sich die Gruppe, die schließlich jubelnd auf 2054 Höhenmetern ankam. Dann die Abfahrt nach Antholz, weiter nach Toblach, Richtung Cortina d’Ampezzo durch das Höllental, begleitet vom herrlichen Blick auf die Dolomiten, deren Vorreiter die Drei Zinnen waren.

Dann plötzlicher Wetterumschwung: Es schüttete aus Eimern, doch nach zehn Minuten war der Spuk aber auch schon vorbei, dafür aber hielten nun drei Reifenpannen den Tross in Richtung Misurina-See etwas auf. Nach weiteren 400 Metern dann der Kohn der Auffahrt mit bis zu 12 Prozent Steigung: Die Dolomiten und der herrliche gelegene See auf 1448 Metern. Wie bereits gemutmaßt wurde jetzt die Warteschlange derer, die sich zum verpflichtenden Fahrdienst der beiden Begleitfahrzeuge, meldeten immer länger. Alter und konditionelle Schwächen - letzte betrafen auch mich - forderten ihren Tribut und so machte sich schließlich eine Gruppe von elf der 16 Radler auf zur härtesten Prüfung: Passo Tre Croci und Passo Giau, insgesamt 1450 Höhenmeter, verteilt auf 30 Kilometer.

Die dritte Etappe nach Caneva

Lesen Sie die Artikel zur 1. und 2. Etappe mit Fotos:

Die Jungs haben gekämpft und lange sah es danach aus, als würde Sandro Wenzel sich die Krone des Bergkönigs holen. Doch dann überfiel ihn der Hungerast, Hans Spörkl nutzte dies schamlos aus und war dann auch als Erster auf dem Berg (2236 Meter). Doch nicht siegen, sondern ankommen lautete das Ziel, etwa für Bernhard Bichlmaier, der im Rahmen der Tour überhaupt das erste Mal Bergetappen fuhr. Vorstand Schorsch Eberl fuhr schon etliche und nach der anstrengenden Fahrt meinte der 62-Jährige ganz bestimmt: „Den Giau fahr ich nie wieder.“ Morgen wird die letzte Etappe eingeläutet. 1700 Höhenmeter sind bis Caneva zu überwinden, zehn Kilometer vor der Partnerstadt stößt der Partnerverein Meschio hinzu, um die Gäste auf den letzten Kilometern zu begleiten. Dann sind auch die fünf Schönberger Radler mit dabei, die heute erst auf die Reise gingen, den Großglockner bezwangen und nach 240 Kilometern Quartier bezogen.

Josef Enzinger (Neumarkter Anzeiger)

Zurück zur Übersicht: Region Neumarkt-Sankt Veit

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser