Neumarkt-St. Veit schöpft Geld aus der Sonne

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Neumarkt-St. Veit - Auf Anregung der Regionalen Energie GmbH & Co GK des Landkreises beschloss die Stadt vor einiger Zeit, mit Fotovoltaikanlagen für sauberen Strom zu sorgen und das Stadtsäckel ein bisschen zu füllen.

Es wurde sogar erkannt, dass eine Fotovoltaikanlage auf den Dächern des Bauhofes und des Feuerwehrhauses in stadteigener Regie ertragreicher sein könnte. Einen entsprechenden Beschluss fasste nun der Neumarkter Stadtrat.

Die zeitliche Umsetzung brennt nun aber unter den Nägeln, denn mit Beginn des neuen Jahres wird Eon für die Einspeisung von Strom ins Netz wiederum 15 Prozent weniger zahlen als 2010. Bürgermeister Erwin Baumgartner und die Verwaltung beriefen deshalb den Stadtrat am Buß- und Bettag zu einer Sondersitzung ins Rathaus. Um noch dieses Jahr mit einer aus dem eigenen Haushalt geschaffenen Fotovoltaikanlage ans Netz gehen zu können, mussten der Verwaltungshaushalt um 61750 Euro und der Vermögenshaushalt um 325000 Euro erhöht werden. Dazu war der Beschluss einer Nachtragshaushaltssatzung notwendig.

Die Stadträte aller anwesenden Fraktionen begrüßten diesen Schritt. CSU-Fraktionssprecher Egbert Windhager verlieh bei der Abstimmung seiner Freude darüber Ausdruck mit den Worten: "Wir von der CSU sind froh, dass Sie und die Verwaltung jetzt anders denken als im März, als Sie den CSU-Antrag auf Fotovoltaikanlagen zu Gunsten der Stadt noch ablehnten."

Ebenso einstimmig wurde dann der Beschluss gefasst, den Auftrag für die Lieferung von Fotovoltaikanlagen auf den vorgesehenen Gebäuden aufgrund der Ausschreibung der Regionalen Energie GmbH und Co KG Landkreis Mühldorf an die Firma HaWi Energietechnik AG Eggenfelden zu übergeben. Mit dem Angebotspreis von 373836,89 Euro ist sie der günstigste Bieter. Die Frage von CSU-Stadtrat August Spirkl, ob bei der Ausschreibung auch regionale Anbieter gefragt wurden, bejahte die Verwaltung. Auch die Frage von Ferdinand Rothkopf (CSU), ob denn weitere geeignete Dachflächen gesucht würden, wurde positiv beschieden. Bedenken meldete Karl Korn (CSU) an, ob denn die Firma so leistungsfähig sei, dass sie auch bei zu erwartendem schlechten Wetter die Termine wird einhalten können. Als Negativbeispiel führte er den Radweg nach Brodfurth an, weil er fürchtet, diese Baufirma habe sich übernommen und werde nicht termingerecht fertig.

Kämmerer Lothar Witte konnte die Stadträte da beruhigen, weil der höhere Einspeisebetrag auch dann 20 Jahre gezahlt würde, wenn die Anlage nur zu einem geringen Teil bis Weihnachten fertig sei.

Den zu erwartenden Gewinn für die Stadt in den nächsten 20 Jahren gab der Kämmerer auf Anfrage mit rund 300000 Euro bekannt. Schließlich riet Stadtrat Franz Fuchs zur Vorsicht bei der Modulauswahl, weil nicht alle eine 20-jährige Lebensdauer hätten.

nz/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

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