Trinkwasser: Keine Ausnahme mehr!

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Sauberes Trinkwasser: In einigen Ortsteilen von Neumarkt-St. Veit müssen die Eigenversorger nachbessern, außer die Stadt unternimmt Maßnahmen, damit der Anschluss an die öffentliche Versorgung noch vor September 2013 erfolgt.

Neumarkt-St. Veit – Die Stadt Neumarkt-St. Veit will den Ausbau der öffentlichen Wasserversorgung vorantreiben. Bis 2016, so der Plan, sollen die Außenbereiche öffentliches Wasser erhalten.

Für die Nutzer von sieben Brunnen kommt der Anschluss zu spät, sie benötigen laut Gesundheitsamt eine Aufbereitungsanlage. Die Wasseraufbereitungsanlagen seien notwendig, um eine einwandfreie Wasserqualität zu erreichen, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes Mühldorf. Wiederholt habe das Landratsamt auf dieses Problem aufmerksam gemacht. "Bereits bei einer Bürgerinfoversammlung im Jahre 2009 in Hofthambach, bei der unter anderem Bürgermeister Erwin Baumgartner, Landrat Georg Huber sowie Vertreter der Fachbehörden anwesend waren, wurde das Thema breit besprochen." Es habe zwar intensive Diskussionen und weitere Gespräche gegeben, eine Lösung für die betroffenen Bürger - das Landratsamt spricht von sieben Haushalten - stehe jedoch noch aus.

Hintergrund: Für einige Brunnen im Gemeindebereich Neumarkt-St. Veit ist nach sechs Jahren die zweite Ausnahmegenehmigung für die Nutzung eigener Brunnen im September 2010 abgelaufen. "Das Gesundheitsamt hat für diese Versorgungen bei der zuständigen Behörde, dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit eine dritte Ausnahmegenehmigung für weitere drei Jahre beantragt", informiert das Landratsamt.

Bei den Wasseranschlüssen, für die die Stadt Neumarkt St. Veit keinen rechtzeitigen Ausbau und Anschluss der Gebäude bis September 2013 zusagen konnte, lehnte das Landratsamt aber nun eine Ausnahmegenehmigung ab. Bei insgesamt sieben Brunnen sei dies der Fall gewesen, teilte das Landratsamt mit. Laut Pressesprecherin Karin Huber handele es sich dabei um Haushalte in Frauenhaselbach und Oberndorf, deren Anschluss für 2014/2015 geplant sei sowie um Künzen und Buchet, für letztere seien laut Huber dem Landratsamt keine Termine bekannt.

Wie es in der Pressemitteilung des Landratsamtes weiter heißt, müssen die betroffenen Bürger nun "in einigen Wochen mit einer Anordnung rechnen, die sie zur Einrichtung einer Wasseraufbereitungsanlage innerhalb einer gesetzten Frist verpflichten wird. Dies wäre lediglich abwendbar, wenn die Stadt den Ausbau der Wasserversorgung bis 2013 zusagt und das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit daraufhin eine dritte Ausnahme erteilt".

Neumarkt-St. Veits Bürgermeister Erwin Baumgartner sicherte zu, dass sich der Bau- und Umweltausschuss bei seiner nächsten Sitzung am 23. Februar mit dieser Probematik auseinandersetzen und dabei auch prüfen werde, ob der Anschluss vorgezogen werden könne, auch, um den betroffenen Bürgern zusätzliche Kosten zu ersparen. Da ein vorgezogener Anschluss "vermutlich weitere finanzielle Aufwendungen verursacht und die Zuschusslage hier sehr gering ist, haben wir uns erlaubt alle anderen Möglichkeiten zu versuchen." Deshalb habe die Stadt, in Anlehnung an einen Beschluss des Bauausschusses, bei der Regierung von Oberbayern um eine Verlängerung der Frist für die dritte Ausnahmegenehmigung gewandt. Die Regierung von Oberbayern teilte jedoch mit, dass es rechtlich keine Möglichkeit gebe, von den gesetzlichen Vorgaben abzuweichen.

je/Mühldorfer-Anzeiger

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