Kirche in Hörbering steht wieder offen

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Die Bänke stehen wieder in der Kirche: Pfarrer Franz Eisenmann (rechts), Kirchenpfleger Johann Gschwendtner und viele Helfer verschaffen sich einen Überblick über die restlichen Arbeiten in der Kirche Hörbering.

Neumarkt-St. Veit/Hörbering -  Wegens eines Hausschwamms musste die  Pfarrkirche St. Jakobus geschlossen werden. Jetzt wurden die Bänke montiert und die Kirche öffnet ihre Pforten zur Erstkommunion.

Seit mehr als neun Monaten war in der Pfarrkirche St. Jakobus in Hörbering kein Gesang mehr zu hören, keine Musik erfüllte die Räume. Auf mehrere Quadratmeter hatte sich der Hausschwamm bereits ausgebreitet, bevor er überhaupt entdeckt wurde. Sogar bis zur Mauer hin breitete er sich aus. Bevor mit der Sanierung begonnen werden konnte, galt es erst mal, das gesamte Ausmaß festzustellen. Was nicht ganz einfach war, denn bei dem Kirchenboden handelte es sich um einen alten gestampften Lehmboden.

In Absprache mit dem Denkmalschutz musste die Maßnahme passieren. "Ich hatte gehofft, dass alles schneller geht", sagt Pfarrer Franz Eisenmann. Doch der Wunsch, die Kirche bereits zu Ostern wieder zu öffnen, erfüllte sich nicht.

Der "Bürokratismus" zog sich und es dauerte fast bis zum Frühjahr, bis Taten zu sehen waren. An der linken Kircheninnenseite musste der Putz etwa 1,20 Meter und an der rechten Seite gar zwei Meter Putz abgeschlagen werden. Es bot sich an, zugleich die Verstärkung der Empore zur Tragfähigkeit mit dieser Maßnahme durchzuführen.

Verlass ist von jeher auf die Hörberinger, wenn es gilt, Gemeinschaftssinn und Zusammenarbeit zu zeigen. Etwa 25 Personen, darunter auch Pfarrer Franz Eisenmann, packten kräftig an, wenn Hilfe gefragt war. In nur wenigen Stunden klopften sie im Februar den Putz von den beiden Seitenwänden und schafften den Aushub aus der Kirche. Fleißig putzten etwa elf Helfer das Gotteshaus oftmals. Nachdem die Maler die umfangreichen Arbeiten rechtzeitig ausgeführt hatten, konnten die Kirchenbänke mit Unterstützung von Helfern wieder eingebaut werden.

Unterstützung gab es auch von Seiten der Diözese: Die bewilligte einen finanziellen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent der anfallenden Kosten.

Für die Gottesdienstbesucher in Hörbering hat das Warten nun seit mehr als neun Monaten ein Ende: Der erste Gottesdienst findet nun am kommenden Donnerstag, 2. Juni, um 9.30 Uhr mit der Erstkommunion statt. Für Pfarrer Franz Eisenmann ein wichtiger Termin. "Vielen Eltern und Erstkommuionkindern ist es einfach wichtig, dieses Fest in der eigenen Kirche zu feiern."

Eine Neuerung zieht die Sanierung der Hörberinger Kirche noch nach sich. Die Grafinger Kirche, die in der Zwischenzeit eine Ersatzlösung war, soll nicht wieder in einen "Dornröschenschlaf" verfallen. Dort finde im Sommerhalbjahr an jedem Ersten Donnerstag im Monat um 8 Uhr eine Messe statt.

hus/hi/Neumarkter Anzeiger

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