Keine Angebote abgegeben

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Neumarkt-St. Veit - Ins Stocken geraten ist die weitere Durchführung der Sanierung in der Grund- und Hauptschule. Für die anstehenden Elektroarbeiten hat noch keine der acht angeschriebenen Firmen ein Angebot abgegeben.

Acht Firmen hatte die Stadtverwaltung im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung angeschrieben, um Angebote für die anstehenden Elektroarbeiten einzufordern. Doch keine einzige hatte ein Angebot abgegeben.

Laut Bürgermeister Erwin Baumgartner spielten hierbei die Ferien- und Urlaubszeit eine große Rolle, dies hätten Nachfragen be den Fimen ergeben. Da die Arbeiten dennoch zügig und zeitnah durchgeführt werden sollten, empfahl Baumgartner dem Stadtrat, nach Rücksprache mit der VOB-Stelle, eine freihändige Vergabe durchzuführen zu lassen. Das heißt, der Stadtrat ermächtigt den Bürgermeister, die Vergabe der Elektroarbeiten zu tätigen, um einen weiteren Aufschub der Arbeiten zu verhindern.

Nochmals sei nun acht Firmen das Leistungsverzeichnis ausgehändigt worden. Als Ausführungszeitraum für die Sanierungsarbeiten von Leitungen sowie einer Beamerverkabelung nannte Baumgartner das Ende der Herbstferien. Nach Rücksprache mit der Schulleitung könnten Klassenzimmer getauscht werden, da ab dem kommenden Jahr ein Raum frei stehen würde.

Ulrich Geltinger (SPD) sah Baumgartners Vorschlag als sinnvoll an, wies aber darauf hin, dass bevorzugt Firmen aus dem Ort und der Region im Rahmen der beschränkten Ausschreibung berücksichtigt werden sollten. Baumgartner entgegnete, dass dies nicht so einfach sei, es gebe gewisse Richtlinien, an die man sich zu halten habe.

Rosmarie von Roennebeck (CSU) wies darauf hin, dass es im Zuge der Sanierungsmaßnahmen bei der Elektrik sinnvoll sei, jedes Klassenzimmer mit einer Internetverkabelung auszustatten, zumal es absehbar sei, dass sich auch das Lehrerkollegium verändern werde. "Es wäre ein Unding, wenn man den Lehrkräften dann nicht mit modernsten Grundlagen für die Unterrichtsgestaltung dienen könne", bat sie um entsprechende Berücksichtigung.

Baumgartner jedoch berief sich auf Aussagen des Lehrerkollegiums, dass separate Anschlüsse in den Klassenzimmern nicht notwendig seien. Der Internetanschluss im Lehrerzimmer würde ademnach usreichen. Die Nutzung einer kabellosen Verbindung, wie von Walter Jani (UWG) vorgeschlagen, schlug Baumgartner aus. "Das ist von den Eltern nicht gewünscht." Im Übrigen könnten, so Baumgartner weiter, Internetanschlüsse für einzelne Klassenzimmer bei Bedarf nachgerüstet werden. Die dafür notwendigen Kabelschächte müssten ohnehin separat verlegt werden. "Dies koste in fünf Jahren nicht mehr oder weniger." Einstimmig erteilte der Rat dem Bürgermeister den Auftrag, die Vergabe selbst zu tätigen.

Weiters informierte Baumgartner darüber, dass die Kosten für Ingenieurleistungen im Zuge der Elektroarbeiten gesenkt werden konnten, weil Natascha Pigac vom Neumarkter Bauamt die Ausschreibung für die Leuchtkörper, die ebenfalls installiert werden sollen, selbst vorgenommen habe.

Für die Installation von Leuchtkörpern erteilte der Stadtrat dann der Firma Köhler & Köhler aus Waldkraiburg den Zuschlag. Mit 46055 Euro hatte diese Firma das wirtschaftlichste Angebot abgegeben. Die weiteren Angebote lagen laut Baumgartner um bis zu 67 Prozent höher, die Kostenberechnung hatte bei 52650 Euro gelegen.

Schließlich teilte Baumgartner noch mit, dass er sich auch im Bezug auf Schallschutz kundig gemacht habe. Die Anbringung anschraubbarer Akustikplatten sei jedoch laut Gutachter nicht möglich, er brachte klebende Schaumplatten ins Spiel. Baumgartner könne sich eine Umsetzung im Rahmen eines Projektes zusammen mit Eltern vorstellen. Eine Umsetzung sehe er erst dann, wenn für diese Maßnahme auch das Geld vorhanden sei.

je/Neumarkter Anzeiger

Rubriklistenbild: © pa

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