"Keine Mauschelei bei Vergabe"

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Neumarkt-St. Veit - Ist die Ausschreibungsmethode bei der Angebotsanfrage für Heizungsarbeiten an der Schule rechtens abgelaufen? Das Rathaus sagt "ja".

Hauptsächlich Vergaben bestimmten den öffentlichen Teil der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses der Stadt Neumarkt-St. Veit. Zu einer Stellungnahme genötigt sah sich das Rathaus nun, nachdem Egbert Windhager (CSU) die Ausschreibungsmethode bei der Angebotsanfrage für Heizungsarbeiten an der Schule bemängelt hatte.

Laut Windhager habe sich ein Mitbieter darüber beschwert, dass er angerufen worden sei und am selbigen Tag ein Leistungsverzeichnis erhalten hätte, das er angeblich am nächsten Tag hätte abgeben müssen.

Wie Natascha Pigac darlegte, habe das Rathaus im Rahmen einer Angebotsabgabe bei fünf Firmen angefragt, das heißt, es wird vorab bei den Firmen angefragt, ob sie Interesse und Zeit hätten, in diesem Zeitrahmen ein Angebot abzugeben, in diesem Fall für die Wärmeversorgungsanlage in der Schule, die in einem bestimmten Zeitrahmen erstellt werden sollte. Bei telefonischer Zustimmung erhalten die Firmen laut Pigac ein Fax, das diese zu bestätigen hätten, damit der Bauherr wiederum eine Bestätigung der fristgerechten Umsetzung zum vorher festgelegten Termin in den Händen halten kann. Würde nur eine Fax-Bestätigung zurückkommen, erklärte Pigac, müsste die Ausschreibung verschoben werden.

Nachdem in diesem Fall drei Firmen schriftlich ihr Interesse und Kapaziäten zur fristgerechten Erfüllung der Arbeiten bestätigt hätten, sei die Ausschreibung versandt worden - auch an die Firma, auf die sich Windhager bei seiner Kirtik bezogen habe.

Wie gestern Natascha Pigac in einer weiteren Stellungnahme betonte, sei die Faxrückgabe immer sehr kurzfristig angesetzt, da es sich lediglich um eine Befragung handle. Zudem müsse angemerkt werden, "dass für die Ausschreibung selbst nicht ein Tag angesetzt wurde, sondern ein längerer Zeitrahmen".

In diesem Fall habe man an einem Donnerstag nachgerufen und das Fax versandt, die Rückmeldung der Faxbestätigung sei am Freitag darauf erfolgt, daraufhin sei das Leistungsverzeichnis versandt worden, "somit standen fünf Tage zur Angebotsabgabe". Pigac weiter: "Man wählt bei kurzfristigen Terminen und bei einer bestimmten Vergabesumme die freihändigen Vergabe", diese Vorgehensweise sei üblich. Zumal auch die Zeit gedrängt habe, um die Arbeiten möglichst während der Herbstferien durchzuziehen.

Ferdinand Rothkopf (CSU) bemängelte in diesem Zusammenhang die Kurzfristigkeit, zumal viele Firmen derzeit auch genügend Arbeit hätten. Außerdem: Dass etwas getan werden müsse, wisse man bereits seit über einem Jahr. Dem entgegnete Natascha Pigac, dass die Maßnahme möglichst in den Ferien vollzogen werden sollte, die Herbstferien böten sich jetzt an, zumal dann bereits Heizkosten eingespart werden könnten und man nicht bis zu den Weihnachtsferien zu warten habe.

Schließlich betonte auch Bürgermeister Erwin Baumgartner, dass er den Vorwurf der Mauschelei in diesem Punkt nicht im Raum stehen lassen will. "Ich weise entschieden zurück, dass hier etwas manipuliert sein könnte."

Und so erhielt am Ende der Neumarkter Heizungsbauer Franz Fuchs als wirtschaftlichster Anbieter bei einstimmigem Votum die Arbeiten für die Heizungsanlage an der Grund- und Hauptschule. Mit 17.700 Euro lag er dabei auch noch unter den Schätzkosten (20.000 Euro).

Weitere Angebote, um nach der erfolgten Dämmung nun durch den Austausch von Pumpen, Thermostatventilen und -köpfen sowie von Strangulierventilen und einer hydraulischen Einregulierung der Anlage die Heizkosten auf ein optimales Maß zu reduzieren, waren laut Bürgermeister bis zu 34 Prozent teurer.

re/Neumarkter Anzeiger

Rubriklistenbild: © pa

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