Fußball-Nachwuchs aus Kenia zu Gast

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Zu einem Erinnerungs-Mannschaftsbild stellten sich die Mädchen des FC Töging mit ihrem Besuch aus Kenia auf.

Töging - 14 junge Fußballerinnen aus Kenia sind derzeit auf Einladung der Hilfsorganisation Care in Töging zu Gast. Ihr Spiel gegen eine Mädchen-Auswahl des FC Töging endete 2:2.

Der Aufenthalt mit Bürgermeister-Empfang, Ausflügen, Training und Spiel gegen eine einheimische Auswahl ist Teil der Care-Initiative "Sozialer Wandel durch Sport", die in Deutschland von der Bundesliga-Stiftung mit Geschäftsführer Kurt Gaugler unterstützt wird. Das Spiel der kenianischen "Sisi Nyota - Wir sind Stars" gegen eine Mädchen-Auswahl des FC Töging am Sonntag vor 500 Zuschauern endete 2:2.

Die Fußballerinnen im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren mit ihren zwei Trainerinnen landeten am Samstag in München. 13 Tage werden sie als Fußballteam in Deutschland und Luxemburg bleiben, Städte wie Berlin, Köln, Töging und Herzogenaurach besuchen. Durch die Begegnung beider Kulturen sollen gegenseitiges Verständnis gefördert und Vorurteile abgebaut werden.

Groß war der Torjubel bei der kenianischen Mannschaft. Das Spiel endete 2:2.

Der Erlös aus dem Getränkeverkauf vom Spielsonntag geht als Spende an die Care-Initiative und wird am Mittwoch in Herzogenaurach von den Mädchen aus Kenia und Töging an Dr. Auma Obama übergeben. Die Schwester des US-Präsidenten ist die Koordinatorin des Care-Projekts. Care-Hauptgeschäftsführer Dr. Anton Markmiller stellte das Projekt am Sonntag in Töging vor.

"Unsere Mädchen waren seit Wochen aufgeregt", sagte FC-Vorsitzender Klaus Maier am Sonntag über die ersten Kontaktaufnahmen der Spielerinnen per E-Mail und ersten Versuchen in der Landessprache Suaheli. Die Kenianerinnen waren in Engfurt untergebracht. Neben dem Training mit den Töginger Gastgeberinnen standen Ausflüge zur Burghauser Burg und ein gemeinsamer Grillabend auf dem Programm.

Die Bundesliga-Stiftung will mit Hilfe der Popularität des Fußballsports Chancengleichheit fördern und durch die eigene wirtschaftliche Stärke Menschen unterstützen. Die Förderung von Kindern, Nachwuchs in anderen Sportarten, Integration und Behindertenhilfe sind die Säulen der Bundesliga-Stiftung.

"Auma Obama hat mich um Unterstützung gebeten", sagte Kurt Gaugler, Geschäftsführer der Bundesliga-Stiftung. Gaugler kennt den Töginger FC und die Organisatoren vor Ort von anderen erfolgreichen Aktionen. Die Spielerinnen aus Kenia werden Gaugler zufolge selbst zu Trainerinnen ausgebildet. Das Kennenlernen anderer Kulturen und deren Umgang mit Sport ist ein Gesichtspunkt dieses Besuches. "Beide profitieren davon", sagte Gaugler zu dem Aufeinandertreffen der Spielerinnen zweier Kontinente. Und zum "Ländervergleich" auf dem Platz: "Das Ergebnis spielt keine Rolle."

rob/Neumarkter Anzeiger

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