Leerrohre für neue Technologien verlegen

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Auch Ehrungen nahmen Ortsvorsitzender Georg Wimmer (rechts) und Staatssekretär Dr. Marcel Huber (links) vor. Sie ehrten Sepp Atzinger für seine 20-jährige Tätigkeit als Schriftführer und Johann Fuchs für dessen 40-jährige Mitgliedschaft bei der CSU (in der Mitte von rechts). Die Urkunde für den abwesenden Josef Seidl (35 Jahre) will Wimmer nachreichen.

Neumarkt-St. Veit - Erneuerbare Energien, die Breitbandversorgung und die klammen Kassen in Landkreis und in den Kommunen waren die Hauptthemen bei der Jahreshauptversammlung des CSU-Ortsverbandes Wiesbach-Thambach.

Zwei Wahlversammlungen, ein Frühschoppen und ein Infoabend über die Wasserversorgung im Außenbereich - die Veranstaltungen des Ortsverbandes in den vergangenen beiden Jahren waren überschaubar. Entsprechend kurz war der Bericht des Ortsvorsitzenden Schorsch Wimmer bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Obergaulinger in Blindenhaselbach. Immerhin: In seinem Ausblick regte er einen Ausflug des Ortsverbandes an. Eine Brauerei oder eine Schnupftabakfabrik stellte er dafür als Ziel zur Wahl. Wimmer kommentierte schließlich auch das Abstimmungsprozedere um die Ehrenbürgerschaft von Rudi Berghammer. Dies sei früher anders gehandhabt worden: "Erst wurde intern debattiert, dann erst kam der Antrag auf die Tagesordnung."

Ausführlicher dann der Bericht von Stadtrat und "Heimatabgeordneten" Reinhard Fuchs. Die CSU versuche im Neumarkter Stadtrat anzuschieben, betonte Fuchs. Das sei beispielsweise bei der Diskussion um die zukünftige Nutzung regenerativer Energien erfolgt. "Wir sind weder eine Wirtschaftsmetropole noch ein Kulturstandort", Neumarkt-St. Veit müsse also andere Anreize zur Attraktivitätssteigerung schaffen. Gemeinden wie Oberbergkirchen würden mit gutem Beispiel vorangehen, die Nutzung von Regenwasser und Solarenergie fördern, führte er an.

Eine Arbeitsgruppe, die sich speziell mit erneuerbaren Energien beschäftigen solle, sei zwar geplant, doch bis heute nicht realisiert worden. Zwar habe der Stadtrat die Installation von Solaranlagen auf gemeindlichen Gebäuden in die Wege geleitet, doch bis jetzt seien die Module nicht verbaut worden.

Fuchs beharrte auch weiterhin auf den Breitbandausbau, dies sei schließlich auch eine Frage der Standortaufwertung, gerade für Betriebe. "Ich will die LTE-Technik nicht schlecht reden. Doch alles, was über die Luft kommt, ist witterungsabhängig", befürchtet er eine störungsanfällige Funktechnologie, die noch dazu teuer sei. "Es wäre wichtig, dass bei Erdarbeiten grundsätzlich Leerrohre verlegt werden", verteidigte er seinen Standpunkt. Es müssten schon jetzt Voraussetzungen für eine fortschrittlichere Technologie geschaffen werden.

Die Kasse veränderte sich laut Bericht von Schatzmeister Hans Fuchs nur unwesentlich. Er sprach von einer knappen Reduzierung von knapp 590 Euro auf 524 Euro.

In seiner Funktion als Kreisrat berichtete Georg Wimmer auch aus dem Landkreisgremium. Die hohe Kreisumlage rechtfertigte er damit, dass der Landkreis viele Aufgaben übernehme, wovon auch die Kommunen profitierten. Es werde sinnvoll gewirtschaftet, was sich auch durch den Schuldenabbau von ursprünglich über 80 Millionen Euro auf 67 Millionen Euro bemerkbar mache, obwohl auf der anderen Seite immer mehr Sozialleistungen auf dem Landkreis abgewälzt würden. "Trotz Kreisumlagenerhöhung zahlt Neumarkt-St. Veit heuer weniger als vergangenes Jahr. Andere Gemeinden sind weitaus schlechter dran", sagte Wimmer.

Die anschließenden Neuwahlen brachten keine Änderung. Vorsitzender bleibt Georg Wimmer, als seine Stellvertreter fungieren Reinhard Fuchs und Hermann Moser, Schatzmeister bleibt Johann Fuchs, Schriftführer Reiner Reißl, Beisitzer Josef Zens und Kassenprüfer Martin Braun und Ludwig Brandl.

je/MühldorferAnzeiger

Zurück zur Übersicht: Region Neumarkt-Sankt Veit

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser