Feste immer gebührend gefeiert

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Neumarkt-St. Veit - Der Arbeiterverein begeht heuer sein 135-jähriges Vereinsbestehen. Dieses Jubiläum hat der rührige Ortsverein mit seinen Brudervereinen aus Kraiburg und Niederbergkirchen im Rahmen des traditionellen Freundschaftstreffens am Freitag gefeiert.

Rund 80 Personen, darunter auch Bürgermeister Michael Loher aus Kraiburg, waren ins Gasthaus Tragerwirt gekommen, um in geselliger Runde die bestehenden Freundschaften zu vertiefen und anhand von Filmvorträgen die lange Geschichte des Vereins in Erinnerung zu rufen. Aufgelockert wurden die Filmbeiträge vom Dachsbergtrio, die den Abend musikalisch umrahmten und für beste Stimmung sorgten. Das Kuchenbuffet der Vereinsdamen erhielt ebenfalls viel Lob. Vorstand Hermann Huber blickte auf zurückliegende Vereinsfeste zurück und betonte dabei, dass es der Arbeiterverein stets großartig verstanden habe, Feste gebührend zu feiern. So habe der Arbeiterverein am 30. Juni 1899 sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. 42 Vereine, darunter der Patenverein Vilsbiburg, seien im Kirchenzug vom Bahnhof zum Gottesdienst zur Pfarrkirche St. Veit gezogen. Leider, so Huber, sei die 1899 geweihte Vereinsfahne heute unauffindbar. Er bat die Mitglieder daher um Unterstützung bei der Suche.

Das 50-jährige Gründungsfest mit Fahnenweihe wurde am 9. Juni 1924 abgehalten. Mit dabei waren damals drei Musikkapellen, darunter die verstärkte Blaskapelle Pichlmayer, und 50 Vereine. Am 16. und 17. Juli 1955 habe der Verein sein 80-jähriges Jubiläum mit Heimatabend, Festmesse und Fahnenweihe in St. Veit gefeiert. Über 60 Vereine und vier Kapellen waren beim Festzug dabei. Die Festtage endeten mit einem Festkonzert mit der Blaskapelle Pichlmayer im Schlossgarten Adlstein. Unvergessen das 100-jährige Gründungsfest mit Fahnenweihe am 26. Mai 1974, an dem laut Huber fast 100 Vereine und sechs Musikkapellen teilgenommen hätten. Am Bahnhof hatte sich der Kirchenzug zum Schlosspark Adlstein formiert, wo Stadt-pfarrer Alois Holzner den Gottesdienst zelebrierte und die Weihe der Fahne vornahm. Die Schirmherrschaft hatte Wolfgang Loenicker übernommen.

Die renovierte Fahne aus dem Jahre 1955 habe dann beim 110-jährigen Gründungsfest unter der Schirmherrschaft von Altbürgermeister August Spirkl am 27. Mai 1984 in Adlstein die kirchliche Weihe erhalten. Neben den 22 Vereinen wirkten die Festkapelle Weyerer und Stadtkapelle Neumarkt bei strahlendem Sonnenschein beim Jubiläum mit. Noch bestens in angenehmer Erinnerung ist Huber auch das 125-jährige Gründungsfest, das unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Rudi Berghammer bei weiß-blauem Himmel mit immerhin rund 70 Vereinen und sechs Musikkapellen am 30. Mai 1999 begangen wurde. Patenverein war der Arbeiterverein Kraiburg.

Viel Beifall erhielt Vorstand Huber für seine umfangreiche Rückschau. Huber schloss die Veranstaltung mit den Wortem, dass er hoffe, "dass sich nach diesen 135 Jahren des Vereinsbestehens immer wieder Männer und Frauen finden, die die Führung übernehmen und beim Arbeiterverein unter dem Schutzpatronat des heiligen Sebastian die Worte Friede, Kameradschaft und Zusammenhalt stehen mögen."

hus/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

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