Akustischer und optischer Genuss

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Thomas Lächele mit seiner digitalen Karikatur "Wir regieren Deutschland".

Oberbergkirchen - Kultur pur! Jazz, Klassik und melancholische Klänge gepaart mit Werken aus Grafikdesign, Fotografie sowie Lyrik begeisterten die Besucher des Pfarrheims Oberbergkirchen.

Anspruchsvolle Musik, dargeboten von Könnern ihres Instruments, hat auch abseits der Zentren eine Heimat und findet offene Ohren bei einem breiten Publikum. Dies bewies das Konzert "Jazz und Klassik" des Vereins für Musikunterricht Oberbergkirchen/Zangberg im vollen Pfarrsaal.

Musik auf hohem Niveau: Pia Grandl spielt Georg Friedrich Händel, André Gold begleitet.

Waren die meisten Vorträge Solisten oder Duos vorbehalten, eröffnete und beschloss ein Akkordeonensemble das Programm. Karin Tiefenbeck und die Gruppe "ad libitum" (vom Musikverein Velden/Vils) spielten eingangs schwungvoll den Ungarischen Tanz Nr. 5 von Johannes Brams. Bei ihren beiden Schlussstücken zollten sie populärer Musik Tribut. In "The Lord of the Dance", begleitet von Felix Bratfisch mit dem Schlagzeug, konnte man sich unschwer eine irische Stepptanzgruppe vorstellen, und in "The Lion sleeps tonight" untermalten die sechs ihr Spiel mit Lauten und Text.

Klassische Komponisten interpretierte Pia Grandl meisterhaft mit Volksmusikinstrumenten, die Suite Nr. 2 von Johann Sebastian Bach auf der Altzither und die Sonata in B-Dur von Georg Friedrich Händel mit der Blockflöte, begleitet von André Gold auf dem Klavier. Vladimir Sterzer spielte zwei schmissige Jazzstücke und entlockte damit den jungen Zuhörern Begeisterungsrufe. Virtuos beherrscht Felix Bratfisch das Spiel mit vier Schlägeln auf dem Vibraphon. Mit Jeremias Fedorak auf dem Klavier bildet er ein eingespieltes Duo. Melancholisch klang das "Autumn Leaves", schwungvoll der Blue Bossa. Als die Zuhörer mit nicht endend wollendem Schlussbeifall eine Zugabe forderten, zeigten die beiden ihr hohes Improvisationskönnen. Einen ganzen Block bestritt Mario Möslinger mit seiner klassischen Gitarre. Hingebungsvoll, ohne Noten, spielte er Jazzstücke von teils spanisch-lateinamerikanischen Komponisten. Elisabeth Brenninger und Franz Wimmer von den Musikfreunden führten durch das Programm.

So abwechslungsreich das Musikprogramm, so facettenreich war eine Ausstellung der Gruppe 1138, von fünf jungen Künstlern aus dem Grenzbereich der Landkreise Landshut und Mühldorf. Die ungewöhnliche Bezeichnung ist einem Science-Fiction-Film entlehnt. Da die fünf in sehr unterschiedlichen Bereichen tätig sind, einigten sie sich auf eine Zahl anstelle eines Namens.

Die Gruppe gibt es seit einem halben Jahr, und es war ihre erste Ausstellung. Die ausgestellten Werke waren teils anschaulich, teils abstrakt. Thomas Lächele aus Schönberg arbeitet mit Grafikdesign, Fotografie und Zeichnung. Sabine Löschner, Vilsbiburg, malt und zeichnet. Von beiden waren wunderschöne Fotos aus der Heimat, vom Regensburger Dom und vom Gardasee zu sehen. Thomas Lächele hatte eine Mappe mit feinen, detailgenauen Zeichnungen von Häusern, Gehöften und vom Dorf Schönberg aufgelegt. Karin Mittermeier, Altfraunhofen, ist Lyrikerin, ihre Tochter Andrea fotografiert und Armin Wolf, Landshut, steuert ebenfalls Lyrik bei. Die Objekte bildeten ein breites Spektrum an Gestaltung ab.

gth/Mühldorfer Anzeiger

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