Der bildungspolitische Sprecher der CSU, Georg Eisenreich, war zu Gast beim AKS

Wohnortnahe Grundschulen sollen erhalten bleiben

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AKS-Vorsitzende Roswitha Mayerhofer bedankte sich nach dem Vortrag bei Georg Eisenreich. Foto hsc

Mühldorf/Mettenheim - Georg Eisenreich (MdL), Bildungspolitischer Sprecher der CSU-Landtagsfraktion, sprach jüngst auf einem Parteitreffen über die bayerische Bildungspolitik.

Auf der Jahresversammlung des CSU-Arbeitskreises Schule, Bildung und Sport (AKS)sprach Georg Eisenreich über die bayerische Bildungs- und Schulpolitik.

Eisenreich räumte ein, dass es in der Vergangenheit Defizite in der bayerischen Bildungspolitik gegeben habe. Doch mittlerweile sei man auf einem guten Weg, da Kultusminister Spaenle Schwerpunkte gesetzt habe: "Bildung braucht Geld, mehr Geld", brachte es Eisenreich auf eine einfache Formel und ergänzte, dass in den vergangenen drei Jahren 5000 neue Lehrerstellen geschaffen worden seien. Als weiteren Schwerpunkt nannte er "Wir kümmern uns um alle Kinder". Das sei nicht immer so gewesen.

Danach griff er die Fragen und Anregungen aus dem Arbeitskreis auf. Unter anderem wurde die Frage gestellt, warum bayerische Lehrer mit einem Notenschnitt von 1,9 keine Anstellung finden, im gleichen Zeitraum aber österreichische Lehrer eingestellt würden, die gar nicht für das bayerische Schulsystem ausgebildet seien. Eisenreich erklärte, dass Bayern aufgrund der sogenannten Freizügigkeit innerhalb der EU österreichische Lehrer einstellen müsse.

Auf die Frage nach der Zukunft der Hauptschule, meinte Eisenreich, dass man sich eine bundesweite Diskussion überstülpen lassen habe, die in Bayern gar nicht geführt hätte werden müssen. Anders als in anderen Bundesländern sei ein Drittel der Schüler auf die Hauptschule gegangen, die "einen Superjob geleistet hat". Da es aber regionale Unterschiede bei den Hauptschulen gegeben habe habe das Kultusministerium einheitliche Standards geschaffen: Hauptschulen dürfen sich Mittelschulen nennen, wenn sie diese Kriterien erfüllen. Ab dem nächstem Schuljahr werden das 99 Prozent aller Hauptschulen sein, so Eisenreich.

Er bekräftigte auch das "Ja" zum mehrgliedrigen Schulsystem, die Übergänge und Durchlässe möchte man noch weiterentwickeln. Gleichzeitig versicherte er, dass bayernweit die wohnortnahen Grundschulen erhalten bleiben sollen. "Wir werden jeden Standort, der 26 Schüler zusammenbringt, auch erhalten; wenn es gewünscht ist", so der bildungspolitische Sprecher. Er machte aber auch deutlich, dass dies zwei jahrgangskombinierte Klassen mit mindestens 13 Schülern bedeute.

Besprochen wurden auch die Klassenstärken, die Teilungsgrenzen und die Zahl der zugewiesenen Lehrerstunden, wobei Eisenreich meistens nicht ins Detail ging und stets betonte, dass die konkrete Ausgestaltung vor Ort geschehen müsse.

Zu Beginn der Versammlung gab die Vorsitzende Roswitha Mayerhofer einen Einblick in die Aktivitäten des Arbeitskreises. Schatzmeister Hermann Tischler listete die Einnahmen und Ausgaben auf. Durch einen Zuschuss des CSU-Kreisverbandes lagen die Einnahmen bei 250 Euro, die Ausgaben durch die zahlreichen Aktivitäten bei 126,33 Euro, so dass der Arbeitskreis aktuell ein Guthaben von 161,63 Euro hat.

hsc/Mühldorfer Anzeiger

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