Wiesnwirte hoffen auf Ausnahmeregel

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Das Ende der Glimmstängel: Eigentlich dürfen im Festzelt nur noch die Laserstrahlen glühen. Doch für heuer hoffen Mühldorfs Wiesnwirte auf eine Ausnahmegenehmigung vom Rauchverbot.

Mühldorf - Die Stadt will eine Ausnahmeregelung vom Rauchverbot für ihr Volksfest beantragen. Nicht nur das bereits bestehende Sicherheitskonzept könne in der Kürze der Zeit nicht mehr überarbeitet werden.

Das teilte Volksfestmanager Herbert Gambihler auf Anfrage mit. Eine entsprechende Information sei am Mittwoch an das Landratsamt gegangen. Wie die Organisatoren des Münchner Oktoberfests, des Rosenheimer Herbstfests oder der Feste in Erding und Dorfen beruft sich die Stadt Mühldorf auf den zu kurzen Zeitraum, um das Volksfest auf die neue Rechtslage vorzubereiten.

Nicht nur das bereits bestehende Sicherheitskonzept könne in der Kürze der Zeit nicht mehr überarbeitet werden. Die Zeit für die Wirte, ihre Zelte durch überdachte Biergärten auf das Rauchverbot vorzubereiten, sei zu knapp, hieß es. Das Landratsamt wollte sich am Mittwoch noch nicht äußern. "Wir müssen erst die Vollzugshinweise des Ministeriums abwarten", sagte Sprecherin Karin Huber.

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Weißbräu Wolfgang Unertl und Weinzeltwirt Holger Nagl hoffen für heuer auf eine Ausnahmegenehmigung: "Wenn das Oktoberfest sie bekommt, warum wir dann nicht?", fragt Unertl. Im kommenden Jahr, das betonten beide Wirte, werden sie den Gesetzesvorschriften entsprechen. "Wie das gehen wird, wissen wir aber noch nicht", sagt Nagl. Beide weisen auf ihre Terrassen hin, in denen Raucherbereiche eingerichtet werden könnten. Probleme sieht Nagl mit der Durchsetzung: "Wir müssen Polizeiaufgaben übernehmen", rechnet er damit, mehr Ordner einstellen zu müssen. Unertl schlägt vor, den Bedienungen Handzettel zu geben, mit denen sie Raucher auf Verstöße hinweisen.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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