Weniger jugendliche Komasäufer in der Region

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Mühldorf - Die Zahl der Jugendlichen aus der Region, die nach Alkoholmissbrauch in ein Krankenhaus eingeliefert wurden, ist zwar rückläufig, aber:

Im Jahr 2010 mussten 37 Jugendliche in der Region nach Alkoholmissbrauch in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Das teilte die Krankenkasse DAK jetzt mit. Das sind laut DAK 14 Prozent weniger als im Vorjahr. „Im Vergleich zum Jahr 2003 sind die alkoholbedingten Klinik-Einlieferungen in der Region allerdings immer noch um 208,3 Prozent angestiegen“, sagte Jürgen Kollmeder von der DAK Mühldorf bei der Vorstellung der Zahlen. „Ob sich langfristig ein positiver Trend ergibt, bleibt abzuwarten.“

Der Rückgang im Landkreis steht nach den Zahlen der Krankenkasse gegen den Trend auf Landesebene, wo die Zahl der alkoholbedingten Klinikeinlieferungen seit 2003 um über 75 Prozent gestiegen sei. Der neue Höchststand sei alarmierend, insbesondere weil andere Bundesländer Rückgänge verzeichnen könnten. Die DAK beruft sich auf Zahlen des Statistischen Landesamtes Bayern, nach denen im Jahr 2010 insgesamt 3318 Jungen und 2013 Mädchen im Alter zwischen 13 und 20 Jahren mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus kamen.

Auf Grund der aktuellen Entwicklung setzt die Krankenkasse ihre Präventionskampagne "bunt statt blau" fort. Derzeit werden in Bayern rund 1900 Schulen angeschrieben und zur Teilnahme eingeladen, davon zehn Schulen im Landkreis Mühldorf.

re/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

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