Volksfest: Zeitlimit und Mindestverzehr

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Mühldorf - Wer heuer einen Tisch im Spaten- oder Weißbierzelt auf dem Mühldorfer Volksfest reservieren will, muss sich an neue Regeln halten:

Erstmals werden nicht besetzte Tische um 18.30 Uhr geräumt, außerdem müssen Gäste Verzehrmarken im Wert von 72 Euro abnehmen.

Als Reaktion auf die zunehmenden Beschwerden über die Reservierungspraxis in den vergangenen Jahren bezeichnen Stadt und Festwirte die Maßnahmen. Mit ihnen sollen mehr freie Plätze geschaffen und überflüssige Reservierungen verhindert werden. „Wir hatten immer wieder das gleiche Problem“, sagt Claudia Unertl-Bartels. „Leute haben einen ganzen Tisch reserviert und kamen dann nur zu Zweit.“ Oder: Drei Tische reserviert, nur zwei Tische besetzt, Gäste ohne Reservierungen hätten chancenlos wieder gehen müssen. Weißbräu Wolfgang Unertl hofft, mit der neuen Regelung könne eine solche „Überreservierung verhindert werden und andere einen freien Platz bekommen“.

Unterstützung für die Maßnahme kommt von der Stadt. Vor allem Benutzer von Volksfestbussen hätten sich beklagt, berichtet Wiesnmanager Herbert Gambihler. „Das hat in der Vergangenheit immer wieder zur Verstimmung unter den Gästen geführt.“ Wenn Reservierungen bereits um 18.30 Uhr aufgehoben würden, „finden auch Besucher, die mit den Bussen gegen halb acht kommen noch freie Plätze“.

Die Regelung gilt nicht für Firmen und Stammkunden, betont Spatenwirt Manfred Werner: „Sie können sich aber vorstellen, dass die bisherige Praxis unweigerlich zu Probleme geführt hat. Diese wollen wir versuchen in Zukunft zu vermeiden.“

Erste kritische Reaktionen gibt es bereits. Von „Oktoberfestzuständen“ spricht ein verärgerter Gast, der seine Reservierung prompt storniert hat. Wolfgang Unertl hat Verständnis für diese „Emotionalisierung“, betont dem gegenüber aber das Ziel der neuen Regelung: „Wir wollen vor allem im Hauptschiff mehr Platz schaffen für Gäste aus den Volksfestbussen.“ Er glaubt, dass niemand einen Nachteil hat. Wer einen ganzen Tisch belege, verbrauche die Verzehrmarkerl ohnehin, wer nicht reserviere, finde künftig einen freien Platz. „Wir gehen davon aus, dass nicht mehr das ganze Zelt reserviert ist, wie bislang zum Beispiel am zweiten Volksfestsamstag.“ Damit habe jeder die Chance auf einen Platz, wenn er früh genug komme.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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