Traumberuf Lokführer

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Die Landschaft rauscht vorbei, der Lokführer ist eine Frau: Nicole Wegscheider ist Auszubildende bei der SOB

Mühldorf - Nicht nur Buben träumen von Lokomotiven. Auch manche Frauen haben die Liebe zur Eisenbahn im Blut. Welche Möglichkeiten sie haben, zeigt der Tag der Bahnberufe.

Hin und her ruckelt die Diesellok, während sie durch die Landschaft rauscht, über Bahnübergänge, vorbei an Wäldern und Feldern. Der Maschinenraum dröhnt, es ist laut in der Führerkabine. Der nächste Bahnhof kommt in Sichtweite: „Nächster Halt: Ampfing. Ausstieg in Fahrtrichtung rechts“, lautet Nicol Wegscheiders Ansage für die Fahrgäste im Zug Richtung München. Nicol, blonde, kinnlange Haare, an der Lippe gepierct und an Arm und Hals tätowiert, trägt Sneakers, eine dunkle Jeans und eine blaue Deutsche-Bahn-Bluse.

Sie ist 20 Jahre alt und seit zwei Jahren in der Ausbildung zur Lokführerin, „Klar, das macht nicht jeder, aber genau deswegen bin ich stolz drauf.“, Sie tritt in die Fußstapfen ihrer Eltern: „Die arbeiten beide bei der Bahn und für mich ist das hier ein Traumberuf.“ Bis zu acht Stunden arbeitet sie an einem Tag, zur Fahrzeit kommt Büroarbeit, Stehzeit und Rangieren dazu. Es gibt Wochen an denen sie montags um 4 Uhr, dienstags um 2 Uhr,mittwochs um 3 Uhr unddonnerstag wieder um 4 Uhr beginnt. Solange alles gut funktioniert, kein Problem. Aber eine Nacht- oder Frühschicht mit technischen Störungen kann, neben dem Schlafdefizit schon sehr aufreibend sein. Nicol nimmt das ganz gelassen: „Also ich mag's in der Nacht zu fahren, find das gar nicht stressig“. Denn Fahren, das sagt sie immer wieder, das ist ihr Traum. Quer durch Südostbayern. Und vielleicht irgendwann auch weiter. Durch Deutschland, durch ganz Europa. Aber jetzt heißt es erstmal: „Nächster Halt: Mühldorf am Inn.“ Informationen über die Ausbildungsmöglichkeiten bei der Südostbayernbahn gibt es beim Tag der Bahnberufe, am Samstag, 2. Oktober, in Mühldorf von 9 bis 13 Uhr. Der Tag der Bahnberufe findet auf dem Werksgelände in der Bischof-von-Ketteler-Straße 1.

Lesen Sie mehr am morgigen Dienstag im Mühldorfer Anzeiger

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