Töging verändert sein Gesicht

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Ein Parkplatz mit insgesamt 50 Stellplätzen entsteht angrenzend an das Seminar- und Medienhaus genau gegenüber der Kantine. 14 Parkplätze baut Baierl & Demmelhuber, 36 die städtische Grundstücksgesellschaft K + E.

Töging - Zwei Bauvorhaben an markanter Stelle standen am Dienstagabend auf der Tagesordnung des Bau- und Umweltausschusses in Töging.

Die Stadträte besichtigten das im Bau befindliche Seminar- und Medienhaus der Firma Baierl & Demmelhuber in der Werkstraße gegenüber der Kantine. Dort soll auch ein Parkplatz mit rund 50 Stellplätzen entstehen. Und unterhalb des Rathauses auf dem Grundstück Rathausberg 1 plant ein Investor ein Mehrfamilienhaus zu errichten. Er legte gestern dem Bauausschuss seine Pläne vor.

Moderne Optik

"Eine attraktive Einfahrt in den Industriepark und eine Bereicherung für die Stadt", lobte Zweiter Bürgermeister Bastian Höcketstaller (SPD) das Seminarzentrum, in dem auch ein Café entstehen wird. Zwar ist in der jetzigen Bauphase das spätere Aussehen noch nicht ersichtlich, aber aufgrund der Pläne sei er sicher, dass die Außenfassade wunderbar zum Ensemble im Industriepark passe. Mit Streckmetall soll die Fassade verkleidet werden, informierte Eva Demmelhuber die Stadträte bei der Ortsbesichtigung. Das Gebäude ist im hinteren Teil zum Hang hin dreigeschossig, vorne zweigeschossig mit einer Dachterrasse.

Das Haus soll in einem großen Teil als Schulungszentrum dienen, das die Firma Baierl & Demmelhuber an rund 50 Tagen im Jahr selbst nutzen will, die restliche Zeit steht es Fremdnutzung offen. Das Café soll zum einen das Catering für die Seminarteilnehmer übernehmen. "Wir können aber nur Imbissküche anbieten. Für Mittag- und Abendessen steht die Kantine zur Verfügung", erklärte Eva Demmelhuber. Darüber hinaus ist es mit Bar- und Bistrobereich als Bereicherung des Töginger Gastronomie gedacht. Angrenzend an das Café im Erdgeschoss befinden sich die Seminarräume.

Im ersten Stock befinden sich Büroeinheiten. Einen Teil wird Baierl & Demmelhuber selbst nutzen, ein Teil soll vermietet werden. Optisch modern soll es sich in das Gelände einfügen. Zur Hangseite hin wird deshalb das natürliche Grün in das Gebäudekonzept miteinbezogen und als grüne Wand von innen sichtbar gemacht, erklärte Eva Demmelhuber dem Bauausschuss. Insgesamt stehen drei mal 500 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. Der Bau kostet rund 1,8 Millionen Euro. Eröffnet werden soll das Seminarhaus zum Jahreswechsel.

Im Anschluss an das Seminarhaus, gegenüber der Kantine, entstehen Parkplätze. 14 der 50 Stellplätze baut die Firma Baierl & Demmelhuber, wobei nur die Hälfte davon direkt dem Seminarhaus zur Verfügung stehen werden, der Rest Richtung Norden ist öffentliche Stellfläche. Diese 36 Parkplätze baut die K + E Grundstücksgesellschaft mbH der Stadt, die dazu einen Teil der Fläche von Eon zukauft.

Platz für mehrere Familien

Am Rathausberg 1 will der Eigentümer das bestehende Wohnhaus abbrechen, um dort ein Mehrfamilienhaus mit fünf Wohneinheiten, vier Garagen und zwei Stellplätzen zu bauen. Wegen der Hanglage wird das Haus von Süden her dreigeschossig, von der Rathausseite her zweigeschossig inklusive ausgebautem Dachgeschoss. Um die Garagen auf der Rathausseite gut anfahren zu können und um davor Stellplätze ausweisen zu können, will der Eigentümer von der Stadt rund 240 Quadratmeter jetzt öffentliche Fläche beim Eingang zum Naturlehrpfad zukaufen. In der Diskussion äußerten einige Räte Bedenken, ob die Stellflächen für fünf Wohneinheiten ausreichend seien. Die Mindestanforderung von einem Stellplatz pro Wohnung sei erfüllt, so Peter Langer, zudem stünde bei Bedarf entlang der Straße noch Platz zur Verfügung um eventuell weitere Stellplätze auszuweisen. Der Bauausschuss nahm das Konzept zur Kenntnis, um im nicht-öffentlichen Teil über den Grundstücksverkauf zu entscheiden.

Ohne ausdrückliche Beschlussfassung gab der Bauausschuss - abhängig von noch zu klärenden Fragen - seine Zustimmung für die Errichtung einer Fotovoltaik-anlage auf der ehemaligen Mülldeponie an der Traunsteiner Straße 61. Hinter dem Betriebsgelände der Firma Oberreiter will ein Investor die Brachfläche pachten und eine 11500 Quadratmeter große Freiflächenanlage errichten.

Mit sieben zu vier Stimmen entschied der Ausschuss schließlich, dass Anlieger Gehwege nicht selbst pflastern dürfen. Dadurch würde ein uneinheitliches Straßenbild entstehen.

nl/Mühldorfer Anzeiger

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