Schwaiger will weiter Bürgermeister werden 

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Anfang des Jahres stellte sich Markus Schwaiger als Bürgermeisterkandidat des SPD-Vorstands vor.

Waldkraiburg - Nach acht Jahren kam es zur plötzlichen Trennung von Markus Schwaiger und seinen Arbeitgeber BRK. Dies sorgte für Unruhe in der SPD.

Acht Jahre war Markus Schwaiger hauptamtlich beim Roten Kreuz beschäftigt und ehrenamtlich sehr aktiv. Seit wenigen Wochen ist er nicht mehr beim BRK beschäftigt. Die kurzfristige Trennung, die in einem Aufhebungsvertrag zum 30. April besiegelt wurde, sorgt für Unruhe in der Bevölkerung und speziell in der SPD. Denn Schwaiger will in zwei Jahren als ihr Bürgermeisterkandidat antreten.

Mitte April sei die Entscheidung gefallen, das Arbeitsverhältnis zu beenden, sagt Markus Schwaiger. Im Zuge der laufenden Umstrukturierungen im BRK-Kreisverband habe er seinen Vertrag aufgelöst.

Der 28-Jährige, der als Rettungsassistent arbeitete und ehrenamtlich Erste Hilfe-Kurse, Firmenschulungen und Fortbildungsmaßnahmen leitete und organisierte sowie beim Glückshafen aktiv war, nennt als einen Grund die enorme zeitliche Beanspruchung im Haupt- und Ehrenamt. Sie habe sich nicht mehr mit seinem kommunalpolitischen Engagement vereinbaren lassen. Schon Ende des vergangenen Jahres habe er deshalb überlegt, sich umzuorientieren. Schichtdienste und politische Termine waren nicht "mehr zu stemmen". Zudem habe es zwischen ihm und der neuen Geschäftsführerin unterschiedliche Auffassungen über die künftige Organisation des Ausbildungsbereichs gegeben.

Dass Auffassungsunterschiede über die Umstrukturierung des Ausbildungsbereichs den Ausschlag für die Trennung gegeben haben, kann Tanja Maier, neue Geschäftsführerin des BRK-Kreisverbandes, "so nicht bestätigen". Das BRK sei dem Wunsch von Herrn Schwaiger nachgekommen, per Aufhebungsvertrag das Arbeitsverhältnis zum 30. April zu beenden. Mehr könne sie dazu nicht sagen. Die Trennung sei in beiderseitigem Einvernehmen erfolgt und in Abstimmung mit der Kreisvorstandschaft. Darüber hinaus dürfe, wolle und werde das BRK aus personenschutzrechtlichen Gründen keine weiteren Angaben zu den Hintergründen des Vorgangs machen, bekräftigt Cathrin Henke, die Justitiarin des Kreisverbands.

Dass die Trennung nicht im Rahmen der üblichen Kündigungsfristen geregelt wurde, sondern durch den Aufhebungsvertrag innerhalb von zwei Wochen, begründet Schwaiger damit, dass er "der Umstrukturierung im Ausbildungsbereich nicht im Wege stehen wollte". Ausdrücklich betont er, das Rote Kreuz habe sich ihm gegenüber korrekt verhalten. Der 28-Jährige will sich nun "beruflich neu orientieren" und seine Firma für Computerhandel und Produktschulungen intensiver betreiben und daneben Erste-Hilfe-Kurse privat anbieten.

Er sei nicht überrascht, dass die kurzfristige Trennung zu öffentlichen Diskussionen führt, sagt Schwaiger. An der Kandidatur für das Bürgermeisteramt, die auch in SPD-Kreisen infrage gestellt wird, will er festhalten. "Ich gehe davon aus, dass die Vorstandschaft hinter mir steht."

Anfang des Jahres hatte die Führung des SPD-Ortsvereins ihren Kandidaten öffentlich gemacht. "Ich sehe keine Veranlassung, diesen Vorschlag infrage zu stellen", sagt Bernd Wegmann, seit April neuer Vorsitzender des Ortsvereins. Diskussionen um Kandidaten seien in einer demokratischen Partei ein normaler Vorgang. "Wir planen weiter mit Herrn Schwaiger." Ähnlich äußert sich auch der Unterbezirksvorsitzende Richard Fischer. "Markus Schwaiger ist unser Kandidat." Er habe die Chance, sich in den nächsten Monaten als solcher zu bewähren. Wegmann und Fischer verweisen auf die Nominierungkonferenz Anfang 2013, die über den SPD-Kandidaten letztlich zu entscheiden habe.

hg/Waldkraiburger Nachrichten

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