Sparkasse unterstützt Stifter

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Eine Unterschrift, damit Kunden künftig mit nur drei Unterschriften eine Stiftung einrichten können. Sparkassenvorstand Langstein (links) und Dieter Weisner von der Deutschen Stiftungstreuhand unterzeichnen die Gründungsurkunde der Stiftergemeinschaft.

Mühldorf - Die Sparkasse hat eine Stiftergemeinschaft gegründet. In ihr können Privatleute nebst Firmen oder Vereine ihre Stiftungen verwalten lassen.

Menschen, die mit ihrem Vermögen Gutes tun wollen oder die ihr Geld auch nach ihrem Tod in ihrem Sinne eingesetzt sehen wollen, bietet die Sparkasse ab sofort die Möglichkeit, Stiftungen ab 25.000 Euro zu verwalten. Für eine Gebühr von 0,54 Prozent des Stiftungsvermögens jährlich ersparen sich Stifter komplizierte Verwaltungs- und Anlagearbeiten. Die übernimmt die Sparkasse in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftungstreuhand.

Obwohl eine Stiftung in der Stiftergemeinschaft rechtlich nicht selbstständig ist, unterscheidet sie sich nicht von ihr. Mitglieder der Stiftergemeinschaft können ihre Stiftung benennen oder anonym bleiben, den Stiftungszweck, an den die Erträge gehen, festlegen und zusätzliche Spenden sammeln. Dank des weit gefassten Satzungszwecks, den die Sparkasse festgelegt hat, sind fast alle kirchlichen, misltätigen und gemeinnützigen Verwendun- gen möglich. Aus dieser breiten Fächerung sind auch für jede einzelne Stiftung Änderungen möglich. Wer in den ersten Jahren Geld für Kin- dereinrichtungen zur Verfügung stellt und später die Schule oder Sportvereine fördern will, kann schließlich die Erträge einem Hospizverein zugute kommen lasse. Natürlich verwaltet die Sparkasse auch Stiftungen, die Menschen oder Einrichtungen im Ausland unterstützen.

„Wir wollen Menschen helfen, das nachhaltig zu unterstützen, das ihnen wichtig ist“, umschreibt Vorstandsvorsitzender Herbert Langstein den Grund für das Engagement der Sparkasse.

„Immer mehr Menschen beschäftigen sich mit dem Gedanken, wie kann ich helfen auch über meinen Tod hinaus.“ Für seinen Kollegen Dr. Stefan Bill entspricht dieses Engagement, bei dem die Sparkasse nichts verdient „ihrem öffentlichen Auftrag, indem sie das Stiftungsgeld als Treuhandvermögen entsprechend eng gefassten Anlagekriterien verwaltet. Und die sind eher konservativ, sagt Bill, das heißt mit sehr geringem oder ohne Aktienanteil. Die erste Stiftung der Gemeinschaft ist „Mehr Licht für Kinder“ von Landrat Georg Huber.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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