Restmüllaufkommen stagniert

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Die "Blaue Tonne" ist ein Erfolgsmodell.

Mühldorf - Das Restmüllaufkommen im Landkreis Mühldorf ist im Jahr 2004 aufgrund der Einführung der Papiertonne und des gelben Sackes und der damaligen Gebührenerhöhung im insgesamt 2186 Tonnen gesunken.

Dabei ging die Menge aus der Abfuhr der Restmülltonne um 1812 Tonnen zurück, die Tonnage aus der Selbstanlieferung sank um 374 Tonnen. Im letzten Jahr wurden 14 784 Tonnen Hausmüll von den Entsorgungsunternehmen im Landkreis gesammelt. Der bei der Müllumladestation selbst angelieferte Müll betrug 1872 Tonnen. Im Jahr 2008 wurden 134 Kilogramm Müll pro Einwohner und Jahr registriert, im Jahr 2003 betrug diese Menge noch 154 Kilogramm.

"Die Mengen aus der Hausmüllabfuhr sind nach dem Rückgang 2004 in den Jahren 2005 und 2006 in etwa gleich geblieben", bilanzierte Anna Bichlmeier, Leiterin der Abfallwirtschaft im Mühldorfer Landratsamt. 2007 - nach der Einführung der 14-tägigen Restmüllabfuhr - erfolgte wiederum ein Rückgang der Mengen aus der Hausmüllabfuhr um 939 Tonnen, das sind 6,05 Prozent. Im letzten Jahr stieg die Menge um 192 Tonnen an. Das ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 1,31 Prozent. Das Niveau der Restmüllmengen gesamt aus dem Jahr 2003 (18 826 Tonnen) bleibt im Landkreis weiter unterschritten. "Dies zeigt, dass sich das Abfallwirtschaftssystem mit Papiertonne, gelbem Sack und 14-tägiger Abfuhr bewährt hat", erklärte Bichlmeier. Der Landkreis hat, um einem weiteren Anstieg der Hausmüllmenge entgegenzuwirken, ab 2009 über die Senkung der Grundgebühr und gleichzeitige Erhöhung der Leistungsgebühr für einen Anreiz zur weiteren Müllvermeidung und -trennung geschaffen.

Zu einem Erfolgsmodell hat sich die blaue Papiertonne entwickelt. Im letzten Jahr wurden über diese Tonne 9370 Tonnen Papier gesammelt. Die erfassten Papiermengen sind seit dem Jahr 2004 ständg gestiegen. Im letzten Jahr wurden mit dem Holsystem insgesamt 1322 Tonnen mehr eingesammelt als 2003 (8038 Tonnen). Die Papiersammelmenge ist von Ende 2003 bis Ende 2008 um 16,57 Prozent gestiegen. "Das vom Landkreis vermarktete Altpapier entlastet die Gebührenzahler", stellte Bichlmeier heraus. Der Landkreis Mühldorf erhält über seinen langfristigen Vertrag für die Hälfte des Altpapiers einen Festpreis, für die andere Hälfte einen Preis, der sich am Preis des Branchendienstes "Euwid" orientiert. Von diesem Preis hängt es ab, ob sich die Kosten der Altpapiersammlung selber tragen oder ob es eines Zuschusses bedarf, um die Verwertung des Altpapiers zu finanzieren. Obwohl die Altpapierpreise im Dezember 2008 stark abgestürzt sind - China als Hauptabnehmer von Altpapier fragt derzeit aufrund der globalen Konjunkturkrise fast kein Altpapier nach - gehen die Entsorgungsfachleute der Abfallwirtschaft im Landkreis davon aus, dass sich die Preise in diesem Jahr wieder auf ein höheres Niveau einpendeln werden.

sb/Mühldorfer Anzeiger 

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