Ampfinger Pornostar hatte geklagt

Urteil offiziell: Natalie Hot darf nicht mehr zuhause arbeiten!

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Porno-Darstellerin und Webcam-Girl Natalie Hot kommt zu ihrem Prozess vor dem Verwaltungsgericht in München.

Ampfing/München - Porno-Star Natalie Hot darf sich nicht mehr in ihrem Wohnhaus gegen Geld vor der Internet-Kamera ausziehen. Das Gericht macht dem Gewerbe der 24-Jährigen aus Ampfing jetzt einen Strich durch die Rechnung.

UPDATE, Donnerstag, 12.15 Uhr:

Was sich am Mittwoch bereits abgezeichnet hatte, ist nun offiziell: Nach der mündlichen Verhandlung vom Vortag teilte das Verwaltungsgericht München am Donnerstag mit, dass die 24-Jährige ihre Arbeit in dem oberbayerischen 6000-Einwohner-Dorf Ampfing aufgeben muss, weil "die Tätigkeit in nicht unerheblichem zeitlichen Umfang stattfindet und dem am Wohnort angemeldeten Gewerbe der Klägerin, also der dauerhaften und regelmäßigen Erwerbstätigkeit, dient".

Die Erstmeldung:

Eine junge Frau aus Ampfing zieht sich vor der Webcam aus, verdient mit erotischen Chat-Gesprächen ihr Geld - und hat damit nicht nur viele Nachbarn, sondern auch die Behörden gegen sich. Vor dem Verwaltungsgericht München klagte die 24-Jährige nun gegen den Freistaat Bayern, weil das Landratsamt Mühldorf am Inn ihr die Einrichtung eines "Darstellungs- und Schaustellerzimmers" in ihrem Wohnhaus sowie die gewerbliche Nutzung des Hauses untersagt hat. 

Das Urteil wird nach der mündlichen Verhandlung zwar erst am Donnerstag bekanntgegeben, eine Tendenz hat das Gericht aber schon ausgesprochen. Es sieht wohl danach aus, dass der Antrag auf Nutzungsänderung des fraglichen Einfamilienhauses, den das Landratsamt Mühldorf bereits abgelehnt hat, auch vor Gericht nicht durchgeht. Damit dürfte dort auch weiterhin nur "Wohnen" erlaubt sein. Zugleich verbot ihr das Landratsamt unter Androhung eines Zwangsgeldes von 2.000 Euro, in dem Haus eine gewerbliche Tätigkeit auszuüben.

Dagegen hatte Natalie Hot geklagt und argumentiert, ihre Arbeit sei mit Tele-Arbeit oder Home-Office vergleichbar und benötige daher keine Gewerbegenehmigung. Das Gericht sieht das offenbar anders. Die Vorsitzende Richterin Andrea Breit sagte, eine Diskussion der Kammermitglieder habe ergeben, "dass wir in Richtung einer sonstigen gewerbliche Tätigkeit tendieren und das Ganze nicht mehr als vom Wohnen mitumfasst betrachten". Offen blieb, ob die Darstellerin in einem gewissen Umfang dennoch weiterarbeiten kann.

Medienrummel bei Natalie Hot in Ampfing

Urteil am Donnerstag offiziell

Das Urteil wird den Prozessbeteiligten am Donnerstag zugänglich gemacht. Natalie Hot und ihr Manager überlegen nun jedoch in Berufung zu gehen. Allerdings scheint es dabei ein Problem finanzieller Art zu geben. "Wir werden uns genau überlegen, ob wir diesen Schritt machen werden. Wir sind nämlich an einem Punkt angekommen, wo uns das Ganze ziemlich viel Geld gekostet hat", sagte Natalies Manager im Gespräch mit innsalzach24.de.

Sat.1-Bericht über Natalie Hot

Facebook-Seite von Natalie Hot mit Bescheid des Landratsamtes

mw/dpa

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