ODU liefert Stecker für Elektro-Mini

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Das Interesse an einer Probefahrt war groß: BMW-Ingenieur Krams erläutert ODU-Mitarbeitern, wie der Elektroantrieb funktioniert.

Mühldorf - Als kleinen Lohn für gute Zusammenarbeit hat BMW den Mitarbeitern von ODU zwei neue Elektro-Minis für Probefahrten zur Verfügung gestellt.

Die Technik für Elektroautos steckt noch in den Kinderschuhen. Das wurde beim Besuch der BMW-Mitarbeiter in Mühldorf deutlich. Gerade mal 600 Elektro-Minis sind weltweit unterwegs, die meisten in Amerika, gut 50 in Deutschland. Kaufen kann man das Auto noch nicht, es ist noch viel zu teuer, außerdem fehlt die Serviceinfrastruktur. Diejenigen, die damit fahren, haben es geleast, müssen es nach einem Jahr zurück geben und die Fahrdaten von BMW auswerten lassen. Das Problem ist die Energieversorgung, die derzeit verfügbaren Batterien garantieren kaum Reichweite und kosten viel Geld.

Spaß, das wurde den ODU-Mitarbeitern schnell klar, machen die kleinen Flitzer trotzdem. Das Interesse an einer Probefahrt war so groß, dass sie per Los zugeteilt wurden. Lediglich diejenigen, die direkt mit der Entwicklung und dem Bau der Stecker samt Kabel befasst waren, hatten einen Platz auf dem Fahrersitz sicher.

Und natürlich die Führungscrew von ODU, schließlich erhofft sich die Tochter ODU-Automotive künftig Aufträge von BMW, wenn die derzeitigen Minis zur Serienreife entwickelt werden, wie ODU-Geschäftsführer Dr. Kurt Woelfl betonte. Das soll bis 2015 so weit sein, sagte Peter Krams von BMW. Er lobte die Zusammenarbeit: "Wenn Sie so nicht eingestiegen wären, wie wir das gebraucht haben, wären wir nicht so weit gekommen." Krams spielte damit vor allem die Lösung der Probleme mit den Zulassungsstellen in den USA an, auf die ODU extrem schnell und engagiert reagiert habe. "Das war extrem beeindruckend, so ein Unternehmen habe ich noch nicht erlebt."

Dank des ODU-Steckers, der im Kofferraum jedes Mini liegt, können Kunden das Auto wieder auftanken. ODU konnte in der Entwicklung laut Automotive-Chef Richard Espertshuber auf ein bestehendes Steckersystem aufbauen und es zum jetzigen Produkt weiter entwickeln.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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