Katholiken aus Mühldorf und Mettenheim feiern ersten gemeinsamen Gottesdienst

Neue Strukturen zeichnen sich ab

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Sechs Türme, eine Kirche: St. Laurentius (Bild), St. Peter und Paul, St. Pius, Mariä Himmelfahrt, St. Michael und St. Nikolaus (Bild fehlt) werden zur Stadtkirche Mühldorf.

Mühldorf - Vor dem ersten gemeinsamen Gottesdienst der künftigen Stadtkirche Mühldorf am Sonntag zeichnen sich die Strukturen der Zusammenarbeit ab.

So sollen drei Priester und drei Hauptamtliche in der Seelsorge der sechs Pfarreien tätig sein, die im September zur Stadtkirchen werden. Das bestätigte Regionalpfarrer Wolfgang Bischof auf Anfrage. "Das ist das Grundgerüst, das man wohl brauchen wird", sagte er. "Die Zahl ist aber noch ohne Gewähr." So sei es möglich, dass das Seelsorgsteam am 1. September noch nicht komplett sei und schrittweise aufgebaut werde. Offen sei auch die Zusammenarbeit mit den sogenannten Kategorial-Seelsorgern, die ohne direkte Bindung an die Mühldorfer Pfarreien im Krankenhaus, Altenheim oder der Stiftung Ecksberg tätig sind.

Bereits jetzt arbeiten fünf Pfarreien aus Mühldorf und Mettenheim als Stadtteilkirche zusammen, im Sommer kommt auch St. Nikolaus dazu. Die Leitung, das betont Bischof ausdrücklich, werde im Januar ausgeschrieben, so dass sich jeder Priester im Erzbistum werde bewerben können.

St. Peter und Paul

Fest steht: Der derzeitige Pfarradministrator Peter Dietz wird die Leitung der Stadtkirche nicht übernehmen. Er hat am vergangenen Wochenende erneut betont, dass er Mühldorf im Sommer verlassen und nicht in der neuen Stadtkirche arbeiten werde. Das bestätigt Bischof auch für Pater Dr. Sylwester Walocha, der nach Bischofs Angaben Mühldorf im Sommer verlassen wird. Michael Ljubisic, Pfarrer von St. Nikolaus, möchte sich über seine Zukunftspläne noch nicht äußern. Die Diakone Manfred Scharnagl und Jakob Unterreithmeier wollen in der Stadtkirche aktiv sein, Johannes Schamburger möchte zum 1. September 2010 in Pension gehen.

St. Pius

Offen ist auch die Frage nach dem Sitz der Stadtkirche. Die zuständige Projektgruppe "Struktur" hat nach Angaben Dietz' einen Vorschlag erarbeitet, den sie am kommenden Sonntag vorstellen will. Die Entscheidung, das betont Dietz, hat sich Erzbischof Dr. Reinhard Marx ausdrücklich vorbehalten. Dem Vernehmen nach hat sich nach Ansicht der Projektgruppe die Pfarrei von St. Nikolaus als geeignetster Ort für den Sitz der Stadtkirche heraus gestellt.

Mariä Himmelfahrt

Auch in der Stadtkirche bleiben die einzelnen Pfarreien erhalten. Das erklärte Dekan Roland Haimerl auf Anfrage. Während die Verwaltung an den Sitz der Stadtkirche gelegt werde, blieben die Pfarrbüros als Anlaufstelle für alltägliche Dinge erhalten. Wo die drei Priester wohnen werden, ist laut Haimerl noch offen. Das hänge vom Bauzustand der Pfarrhäuser und eventuellen Renovierungen genauso ab wie vom Wunsch der Priester. Fest steht aber schon jetzt: "Alle Seelsorger werden für die gesamte Stadtkirche arbeiten." Haimerl betonte, dass noch nicht alle Regelungen getroffen seien. "Wir müssen Raum lassen, etwas zu entwickeln und schauen, was ist gleich umsetzbar und was muss erst geregelt werden."

St. Michael

Der Gottesdienst und die anschließende Informationsveranstaltung am kommenden Sonntag sind die erste gemeinsame Veranstaltung der Stadtkirche. Um zehn Uhr beginnt die Messfeier in St. Nikolaus. Anschließend erläutern Hauptamtliche und Ehrenamtliche die ersten Ergebnisse der Projektgruppen, die derzeit die Stadtkirche vorbereiten. Sie befassen sich mit den Themen Seelsorge, dem künftigen Sitz der Stadtkirche, Spiritualität und Öffentlichkeitsarbeit.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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