Weißbier einschenken will gelernt sein

Volksfestkönigin als Schankkellnerin: Na dann Prost!

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Das sieht doch schon mal gut aus

Mühldorf - Weißbier einschenken will gelernt sein. Volksfestkönigin Sonja Breu wollte es genau wissen und hat bei Karin Löw vom Unertl-Festzelt einen Crash Kurs gemacht. Na dann Prost!

Weißbier heißt so, weil es heller ist als die Biere Münchner Brauart. Klingt komisch, ist aber so. Meist in nicht-bayrischen – und ja, Österreich gehört da auch dazu – sagt man auch Weizenbier oder kurz Weizen. Das verrät, dass neben Gersten- auch noch Weizenmalz verwendet wurde bei der Herstellung. Dunkles Weißbier heißt so, weil es – genau – dunkler ist als das Weißbier. Seine Farbe kommt daher, weil bei der Herstellung dunkleres weil länger geröstetes Malz verwendet wurde. So viel zur Ausgangssituation.

Frische und Rezenz

Weißbier, Weizen, Dunkles Weißbier oder die leichte Weisse sind alles obergärige Biere. Das hat etwas mit der Hefe zu tun, die bei der Gärung zum Einsatz kommt, spielt aber für das nun Folgende erst einmal keine Rolle. Weißbier und die anderen oben genannten Vertreter zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an Kohlensäure aus. „Spritzig“ soll es sein. Fachleute sagen dazu „rezent“. Das wiederum kommt aus dem Lateinischen und heißt so viel wie „soeben, kürzlich“ und auch „frisch“.

Klar: So richtig darüber nachdenken tun die wenigsten, wenn sie „a Weißbier“ oder „n Weizen“ bestellen; warum auch: Das typische Glas, die schöne Farbe, der perfekte Schaum und los geht der Biergenuss aber das Einschenken will gelernt sein, egal ob aus der Flasche oder aus dem Zapfhahn. Volksfestkönigin Sonja Breu hatte auf dem Mühldorfer Traditionsvolksfest die Gelegenheit dazu. Unter Anleitung von Karin Löw vom Unertl-Festzelt hat sie sich hinter der Theke des Weißbierkarussells auch gleich an die Praxis gemacht.

Volksfestkönigin als Schankkellnerin: Na dann prost! 

Flasche und Fass

Um den kleinen Exkurs in die Welt der obergärigen Biere abzuschließen: Hefe-Weißbier bezeichnet nicht etwa eine Besonderheit bei der Herstellung, denn das wär ja doof. Schließlich brauchts zum Bierbrauen immer Hefe. Das vorangestellte „Hefe“ besagt, dass die nicht rausfiltriert wurde wie beim Kristallweizen und es hat Auswirkungen auf das Einschenken, insbesondere von Weißbier aus der Flasche: Der „Bodensatz“ muss mit ins Glas. Bei Weißbier aus dem Fass funktioniert das automatisch. Dieses wird auf den Kopf – das ist da, wo das Bier bei den modernen KEG (Fässer) rauskommt – gestellt geliefert. Der Schankkellner muss das Fass also erst einmal umdrehen bevor er es anzapfen kann. Die Hefe verteilt sich gleichmäßig, es kann los gehen. Prost!

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Volksfest-Infos

Auf dem Festplatz (Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße) vom 26.08. bis 05.09.2016:

- Bierpreis: 8,20 Euro

- Großer Volksfestauszug & Bieranstich: 26. August ab 18.00 Uhr

- Wahl der Mühldorfer Volksfestkönigin: 28. August ab 20.00 Uhr im Weinzelt

- Kinder- und Jugendtag: 31. August

- 25. Internationaler Schützen- und Trachtenzug: 4. September ab 14 Uhr

- Großes Brillant-Musik-Feuerwerk: 5. September ab 21.00 Uhr

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