Polizisten nahmen Entschuldigung nicht an

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mühldorf - Ein Volksfestrandalierer (26), der am 1. September betrunken rumpöbelte, stand nun vor dem Amtsgericht. Trotz einschlägiger Vorstrafen, fiel das Urteil milde aus.

Wie der Mühldorfer Anzeiger am Mittwoch berichtet, ging der Mann im betrunkenen Zustand zunächst einen Security-Mann an und wurde dann gegen zwei Polizisten aggressiv, die schlichtend eingreifen wollten. Als ein Beamter Pfefferspray aus der Tasche holte, beschimpfte der Metallbauer diesen als "Schwuchtel" und zeigte den Hitlergruß (Polizeimeldung vom 2. September 2012).

Tatsächlich saß der junge Mann schon im Gefängnis, kam erst im Mai 2012 auf Bewährung heraus. Trunkenheit im Verkehr, Sachbeschädigung, Körperverletzung und die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen hat er sich zuvor schon zu Schulden kommen lassen. Von der rechtsextremen Szene will er sich aber mittlerweile verabschiedet haben.

"Das ist die letzte Bewährung"

Richter Dr. Christoph Warga verkündete dennoch ein recht mildes Urteil: Fünf Monate auf Bewährung und eine Strafzahlung von 1.500 Euro. Zur Begründung sagte der Richter, dass der Täter nun eine neue Arbeitsstelle aufgenommen hat und auch seit Oktober eine neue feste Beziehung habe. Laut Mühldorfer Anzeiger mutmaßte Warga: "Dies wird ihn wohl eher sehr positiv beeinflussen, wie ich hoffe.". Gleichzeitig ermahnte er den Angeklagten aber auch: "Das ist die letzte Bewährung. Noch einmal wird ein Richter nicht so milde sein".

Die Polizisten wollten indes die handschriftliche Entschuldigung des Mannes nicht annehmen und bezweifelten seine Reumütigkeit.

mg

Rubriklistenbild: © pa

Zurück zur Übersicht: Region Mühldorf

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser