Ein Fußballzentrum im Tal

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Im Altmühldorfer Tal liegt eine der vielen Heimaten des FC Mühldorf. Wenn der Fußballclub seine Pläne umsetzen kann, soll dort künftig die zentrale Spiel- und Trainingsstätte entstehen.

Mühldorf - Große Veränderungen stehen dem FC Mühldorf bevor. Zur Jahreshauptversammlung am kommenden Freitag will Vorsitzender Ingo Möschl Strukturveränderungen vorstellen - und ein neues Sportgelände.

Obwohl die erste Mannschaft des FC in der Kreisklasse spielt, ist der Mühldorfer Fußballclub sportlich von der deutschen Nationalmannschaft abhängig - und beginnt seine Jahrenshauptversammlung am kommenden Freitag deshalb früher: 18 statt 19.30 Uhr geht es im Vereinsheim in Mößling los, damit alles bis zum Anpfiff des Viertelfinales vorbei ist. Denn die Versammlung ist wichtig, sagt FC-Vorsitzender Ingo Möschl. Zum Ersten geht es um eine Strukturreform, mit der Möschl die Finanzen besser in den Griff bekommen will; und zum Zweiten um ein neues Sportgelände, das den Trainings- und Spielbetrieb stärken soll.

Künftig sollen nach dem Willen des Vorstands die Jugendarbeit und der Erwachsenenbereich finanziell komplett getrennt werden. Der Spiel- und Trainingsbetrieb der 440 Kinder und Jugendlichen wird dann durch deren Mitgliedsbeiträge, einen zu gründenden Förderverein und die Erlöse aus verschiedenen Veranstaltungen bezahlt.

Die Mitgliedsbeiträge der Erwachsenen und deren Einnahmen sollen dagegen küpftig allein im Erwachsenenbereich verbleiben. "Wir kommen damit einen Schritt weiter", sagt Möschl und meint vor allem die sportliche Zukunft der ersten Mannschaft, der durch die neue Struktur mehr Geld bleiben soll. Immer mit dem Ziel, in den nächsten Jahren in die Bezirksliga aufzusteigen. "Das kostet Geld", sagt er, betont aber zugleich, wie wichtig ein sportliches Aushängeschild sei - auch für die Jugendarbeit.

FC-Vorstand Möschl will den FC reformieren und auf neue Beine stellen.

Einen vielleicht noch größeren Einschnitt für den Verein bedeutet der geplante Bau einer neuen Sportanlage im Altmühldorfer Tal. Dort soll nach dem Willen Möschls die neue Heimat des FC entstehen mit Fußballplätzen und Vereinsheim. Die Finanzierung soll unabhängig von der normalen Finanzierung des Vereins über ein Konsortium aus Sponsoren erfolgen. Er habe Firmen und vermögende Privatleute an der Hand, die bereit seien, die Finanzierungskosten für den 1,6 Millionen Euro teuren Bau zu tragen, indem sie die Zins- und Tilgungsleistungen erbringen. Dazu könne der in Mühldorf übliche Baukostenzuschuss der Stadt in Höhe von 20 Prozent kommen und eine Förderung des BLSV, mit deren Auszahlung allerdings erst in vier bis sieben Jahren zu rechnen ist.

Die Grundstücksverhandlungen sind laut Möschl abgeschlossen, auch die Pläne für die Sportanlagen liegen bereits vor. Er rechnet in den nächsten drei bis vier Wochen mit einer Entscheidung.

Bürgermeister Günther Knoblauch kennt die neuesten Zahlen noch nicht, weist aber darauf hin: "Ohne Sponsoren geht es nicht." Die habe der FC bei der letzten Besprechung noch nicht nennen können, es sei schön, wenn sich das inzwischen geändert habe.

Knoblauch bringt als zusätzlichen Aspekt das frei werdende Gelände in Mößling ins Spiel. Wenn der FC dort weg gehe, könne die Dorferneuerung samt Gestaltung eines Dorfangers und des Ausbaus des Vereinsheim für die Mößlinger Vereine in Angriff genommen werden. Außerdem werde die Bebauung des östlichen Teils der Hans-Sachs-Straße möglich. Vom Verkauf der städtischen Grundstücke könne auch der FC profitieren, glaubt Knoblauch. Denn: "Wenn der FC nicht aus Mößling weg geht, passiert dort gar nichts. Jetzt zeichnet sich ab, dass eine kompakte Lösung machbar ist, für den FC, die Mößlinger Vereine und den SV Altmühldorf."

Fest steht für Knoblauch auch, dass eine zusätzliche Erschließung über die ehemalige B12 nötig ist, damit Besucher der neuen Sportstätte nicht durch Altmühldorf fahren müssen. "Das ist aber nicht die große Welt", spricht er von einer Aufgabe der Allgemeinheit, wenn es darum geht, den Ortsteil ruhig zu gestalten.

Außerdem stehen bei der Jahreshauptversammlung Neuwahlen bevor, bei denen es aber keine großen Veränderungen geben sollte. Möschl und seine Vorstandskollegen treten erneut an.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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