Zollner will kandidieren

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Zwei stehen schon fest: Auch Marianne Zollner hat jetzt bestätigt, dass sie ins Rathaus einziehen will.

Mühldorf - Marianne Zollner wird sich für die SPD um das Amt des Bürgermeisters bewerben. Das bestätigte die 55-Jährige gestern auf Anfrage.

Damit ist sie nach Dr. Georg Gafus (Grüne) die zweite Kandidatin um die Nachfolge von Bürgermeister Günther Knoblauch, der für den Landtag kandidiert.

Georg Gafus (Grüne) hatte seine Kandidatur bereits zuvor angekündigt.

Zollner, die das Haus der Begegnung leitet, hat ihr Interesse dem Parteivorstand bereits Mitte September signalisiert, erst gestern bestätigte sie es auch offiziell. "Das ist eine Riesenchance", sagt Zollner, die von einer "aufregenden Geschichte" spricht. Denn als Bürgermeisterin stoße sie in die Kreise vor, in denen man was bewegen kann. "Mir geht es um die Menschen, das beflügelt mich, das ist mein Lebensziel."

Die 55-Jährige darf getrost als Spätstarterin bezeichnet werden. Das Studium der Sozialpädagogik begann sie erst als 39-Jährige, nachdem ihr Sohn das Jugendalter erreicht hatte. Sie schloss es nach drei Jahren mit 1,2 ab. Seit zehn Jahren arbeitet sie im Haus der Begegnung, 2006 übernahm sie die Leitung. 2008 folgte der Einzug in den Stadtrat, 2010 wurde sie Fraktionsvorsitzende. Zollner soll im Januar offiziell aufgestellt werden. Einzig bisher bekannter Gegenkandidat ist Dr. Georg Gafus (Grüne). Der 49-jährige dreifache Familienvater hat seine Kandidatur bereits vor einigen Wochen angekündigt, auch bei dem Religionslehrer an einer Berufsschule in Rosenheim steht die Nominierung aus. CSU und UWG zieren sich noch, doch gibt es bei beiden Parteien potenzielle Bewerber, die Ambitionen auf das Bürgermeisteramt haben. Ilse Preisinger-Sontag, Fraktionssprecherin der CSU im Stadtrat, sagt, dass ihre Partei noch keine Entscheidung getroffen habe und dies voraussichtlich erst im Frühjahr 2013 tun werde. Sie bestätigt lediglich, dass es "verschiedene Personen" gibt, die Interesse haben. Aus CSU-Kreisen verlautet, dass dies neben ihr auch Stadtrat Oskar Stoiber sein soll.

UWG-Fraktionssprecher Markus Saller, der eine Anwaltskanzlei in Mühldorf führt, gilt nicht nur UWG-intern als heißer Kandidat für die Knoblauch-Nachfolge. Er habe sich aber noch nicht entschieden, heißt es aus der UWG. "Wir werden auf jeden Fall einen Kandidaten stellen, das soll noch vor Weihnachten geschehen", sagt UWG-Vorsitzender Dr. Reinhard Wanka, der keine Ambitionen hat. Saller war gestern nicht zu erreichen, er ist im Urlaub. Möglicher zweiter Bewerber ist Alfons Forster, der bereits bei der Kommunalwahl 2008 als Bürgermeisterkandidat antrat.

Die Freien Mühldorfer haben auch noch keinen Kandidaten, wollen aber auf jeden Fall einen benennen, sagt FM-Sprecher Franz Essl. Er spricht von "ein oder zwei Interessenten", die sich allerdings noch nicht festgelegt hätten. Namen will er keine nennen.

Die Kommunalwahl ist im März 2014.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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