FOS und BOS erneut gefordert

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Der Landkreis Mühldorf nimmt die Sanierung des Beruflichen Schulzentrums an der Innstraße in Angriff. FOS und BOS sollen an das Zentrum angegliedert werden.

Mühldorf - Landrat Georg Huber hat in seiner Festrede bei der Abschlussfeier des Beruflichen Schulzentrums (BSZ) erneut die Schaffung einer Fachober- und Berufsoberschule gefordert.

Er will die beiden Schularten an das BSZ an der Innstraße angliedern.

Landrat Georg Huber hält an der Forderung nach einer FOS und BOS am Standort Mühldorf fest. Dies sei aufgrund der Aussagen des Schulentwicklungs-Gutachtens, dass die Kreisgremien im März behandeln werden, deutlich ersichtlich. "Wir wollen den Standort FOS und BOS in Mühldorf erweitern. Die Sanierung des BSZ soll mit einer Erweiterung dieses Schulstandortes verbunden werden", sagte Huber. Für den Mühldorfer Landrat ist dies durch eine Kooperation mit dem Landkreis Altötting möglich. Huber bestätigte auf Anfrage, dass in dieser Frage seitens des Landkreises intensive Gespräche mit dem Kultusministerium stattgefunden haben.

Der Landrat sieht am Standort BSZ nur Vorteile. Er verwies auf die vorhandenen Parkplätze, die Verpflegungs- und Verwaltungsstruktur. Die Sanierung der Schule an der Innstraße wird Investitionen des Landkreises in Höhe von rund 2,6 Millionen Euro erfordern. Welche Kosten auf dem Landkreis bei einer Schulerweiterung zukommen, ist noch offen.

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln "Consult GmbH" hat in seinem Gutachten festgestellt, dass neben der Wissensinfrastruktur auch die Bildungsinfrastruktur für die Region hochrelevant sei. Insbesondere im Hinblick auf Fachkräfteengpässe und die Notwendigkeit, auch im peripheren Raum Fachkräfte zu finden, ist eine gut ausgebaute Bildungsinfrastruktur ein entscheidender Erfolsgfaktor für eine Region.

Die Gutachter haben festgestellt, dass für die Unternehmen im Landkreis eine gute Ausstattung der Berufsschulen wichtig für den Geschäftserfolg sei. Aber auch Weiterbildungseinrichtungen und weiterführende Schulen, so die Consalt GmbH, sind für der Mehrheit der Unternehmen wichtig.

Landrat Georg Huber will auch das duale Studium weiter forcieren. Nach seiner Aussage gibt es im Landkreis Mühldorf zwölf Unternehmen, die diesen Ausbildungsgang beschreiten wollen. In Zusammenarbeit mit der Hessischen Berufsakademie bietet die Industrie- und Handelskammer (IHK) im Landkreis Mühldorf einen dualen Studiengang in der Fachrichtung Maschinenbau an, bei dem der Studienteil in Mühldorf absolviert werden kann. Am Ende der dualen Ausbildung erlangen die Studenten den "Bachelor of Engineering".

"Das Ziel dieses Projekts ist es, die Jugendlichen in der Region zu halten, die bei einem Studium in einem Ballungszentrum häufig nicht wieder in die Heimatregion zurückkehren. Es ist ein wichtiger Schritt für mich, um eine stärkere Bindung und Identifikation mit der eignen Region dem Fachkräftemangel entgegenzutreten", erklärte der Landrat.

Für Georg Huber können dezentral organisierte duale Studiengänge ein Baustein in einem Gesamtkonzept zur Sicherung der Fachkräfteversorgung sein. Die Gutachter stellen weiter fest, dass die Landkreise in der Region zukünftig verstärkt Antworten finden müssen, wie der Fachkräftebedarf der Unternehmen gesichert werden kann. "Wir sind auf einem guten Weg, aber erst am Beginn einer längern Wegstrecke", betonte Huber. Es ist einfacher für Unternehmen, so der Landrat, Absolventen vor Ort zu rekrutiern, weil diese schon einen regionalen Bezug entwickelt haben, als überregionale Fachkräfte von ihrem Unternehmen und der Region zu überzeugen. "Dieser Umstand gilt für kleinere Unternehmen in noch viel stärkerem Maße als für Großunternehmen mit überregionaler Bedeutung.

sb/Mühldorfer Anzeiger

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